Ab und an finde ich es ganz angenehm, daran erinnert zu werden, wie es denn wäre, im Krieg zu sein.
Eine unglaubliche Erlösung folgt daraus, es zum Ersten August nicht sein zu müssen – wie so viele Menschen. Das müsste doch wirklich nicht sein. Oder nicht?
Erst August Feuerwerk (Bild ist wohl geklaut. Der Inhalt wiegt das hoffentlich wieder auf. :p)
Iraqi family mourning the death of their son (Quelle)
Ich möchte mit diesem Post zu einer meditativ-informativen Blutrutsche einladen. Sie dauert etwa 25 Minuten, Optional am Schluss hat’s für interessierte noch eine Vertiefung zu erkunden.
Zur Zeit erreichen uns in Europa ja wieder einmal die Auswirkungen geopolitischer Wahnvorstellungen, konkret in der Ukraine. Die Situation kann man beurteilen, wie man will – das ganze Affentheater drum herum scheint mir, eben ein Affentheater: Wer hat den Grössten, Längsten und Dicksten. Wobei man sagen muss, dass Russland ziemlich elegant spielt, während der Westen wie immer einfach mal auf alles schiesst, was sich bewegt. Ich will und mag niemandem Recht und Unrecht zusprechen, aber ich mag elegante Spieler.
Kriegsopfer in der Geschichte der Menschheit
Um was es mir geht, ist, dass wir gar keine Vorstellung mehr davon haben, was Krieg bedeutet. Es ist kein echtes Blut zu sehen, die Konfrontation mit der Realität findet derart nicht mehr wirklich statt, dass wir heute schon ziemlich unterhaltende, einigermassen realistische Kriegssimulatoren errungen haben. Anhand eines solchen möchte ich Krieg erst mal definieren, wie auch die Art, mit der wir dieser Bedeutung heute begegnen. Möge jeder selbst eine Perspektive wählen, wie er das finden möge. Im Video geht’s grundsätzlich um die Entwicklung einer Erweiterung des Spiels für mehr Blut und ist ein Ausschnitt aus diesem Video. Man beachte den Kommentator:
Der letzte Kerl ist heldenhaft für seinen Gebieter gestorben, oder etwa nicht? Das nennt sich bis zum letzten Mann und ist eine Ehre für jeden echten Krieger. Leider nicht nur im Film.
Wofür nun das ganze Affentheater und die Schlachtomanie gut und wichtig sei, ist wunderbar in diesem nächsten Video dargestellt: Es zeigt die geopolitische Entwicklung der letzten 5’000 Jahre und ich möchte darum bitten, das Video entspannt auf alle Sinne wirken zu lassen. Zwischendurch kann man sich ja die eine oder andere Schlacht vorstellen. Versuche, der 5’000 Jahre bewusst zu sein (Quelle):
Das ist schon unglaublich, nicht? Wie viele Ressourcen sind da einfach abgeschlachtet worden? Wie viele Bauernhöfe wurden geplündert und nebenbei schnell mal die Frau und Töchter ran genommen, während er zugucken musste? Es ist rechtsfreier Raum, die Beute ist der Sold.
Auf www.atlasofworldhistory.com findet sich eine entsprechende, interaktive Webapplikation mit vertieften Informationen.
Es ist der helle Wahnsinn!
So sind in der Menschheitsgeschichte wohl aller-aller-mindestens 350’000’000 Menschen als Kriegsopfer in der Geschichte der Menschheit gewaltsam zu tote gekommen, als Soldaten oder zivile Opfer. Auf Wikipedia gibt es diese Liste der Kriege, die ich einfach locker mal aufsummierte. Das Äquivalent all dieser Grenzverschiebungen ist ein Wirlpool, 2.1 km² gross (1.4 km Kantenlänge) und ein Meter tief, in dem die Kriegstreiber sich suhlen –.gefüllt mit 2.1 Milliarden Liter Menschenblut; man könnte ein Schlachtfeld der Grösse von 21 km² (4.6 km Kantenlänge) zehn Zentimeter hoch bedeckt durchwaten; wr sich auf nur einen Zentimeter beschränkt, gar 210 km² (14.5 km Kantenlänge). Der Kanton Basel-Stadt hat 37 km², die Stadt Zürich 88 km².
Die Summe aus der Liste erfasst knapp 440 Kriege von geschätzten über 3’000 insgesamt. Es sind jedoch die wichtigsten vertreten wie die Weltkriege, das Mongolenreich, der zweite Sino-japanische Krieg und die Qing-Dynastie – unterhalb von 20’000’000 Toten pro Krieg summieren sich bald nur noch die Erdnüsse. Und ich muss einfach wiederholt fragen: Das ganze nur, damit wir in der Schule lernen können, wie sich farbige Flächen auf einer Landkarte verändern? Was hat es gebracht, all diese auf- und untergehenden Reiche im ständigen Kampf um Macht, Reichtum und Einfluss? Warum brauchen diese Männer sich des Todes Angesicht zu sein, um gute Ideen für den Fortschritt zu haben? Warum hören sie erst auf zu saufen, wenn der andere das bessere Schwert hat? Wo sind in dieser ganzen Zeit die Frauen geblieben?
Mir ist klar, dass wenn Dschingis Khan mit seiner magischen Bogenkunst über einen Kilometer einfach immer trifft, kann der andere nichts weiter tun als besser zu sein. Warum aber verbündeten sich Frauen nicht über Grenzen hinweg und stellten die Warlords einfach kalt? Ich kann es nicht verstehen.
Was ich verstehen kann ist, was dieses nächste lustige Video zeigt: Alle wichtigen Kriege der letzten eintausend Jahre in Relation zu den Opfern. Schlau ist, er errät, wann das Feuerwerk hübsch losgeht (Quelle).
Wie zu erwarten haben sich die armen Kriegstreiber in ihrem Pool 4’900 Jahre lang den Arsch abgefroren, bis er sich dann langsam füllte. Ich finde einfach, DAMIT MUSS JETZT SCHLUSS SEIN. Wer kann sich diese Daten derart präsentiert vergegenwärtigen und immer noch davon ausgehen, dass dieses Scheiss-Affentheater notwendig ist, weil es in der Natur des Menschen liegt und dem Fortschritt dient? Wer kann noch behaupten, dass es vor einer moralischen Instanz diesbezüglich keine Schuld gibt, weil die Natur nun mal so funktioniert? Oder ernsthaft glauben, dass ein Gott eine derartige Schuld verzeiht, wo sonst töten schlecht sei?
Das elende Dilemma
Inzwischen wissen wir wenigstens, woher das kommt respektive wieso dieses Verhalten nicht verschwindet. Den Punkt zwischen 6:40 und 10:10 im folgenden Video möchte ich heraus greifen (Quelle):
80–90% unter uns sind Menschen, welche sich die Verhaltensregel aufzwingen lassen, dass der Dominante Erfolg zu haben hat. Es sind 10–20 % von uns, die sich aktiv dominant verhalten und den Rest damit zwingt, zu versuchen, besser, noch dominanter zu sein, um neben dem bisher dominanten überleben zu können. Das Gesicht zu wahren oder auf Grund was für einer Doktrin auch immer ihn anzubeten.
Der Gipfel schlussendlich ist doch, dass genau diese Jäger von den Gejagten auch noch zu Helden und Idolen hoch stilisiert und damit legitimiert werden. Dabei wäre es ein leichtes für die Gejagten, mit kühnen Arschtritten das Marodeurenpack auf den Mond zu schiessen – man müsste halt etwas Charakter zeigen. Fairerweise muss man auch sagen, dass die Jäger während gut 370’000 Jahren gute Dienste leisteten als Kampfsäue und Anführer. Sie überlebten die harten Winter, weil sie moralisch nicht kleinlich und nicht zu rücksichtsvoll waren, wenn der Nachbarclan noch Vorräte hatte, die er nicht rausrücken wollte. Seit 5’000 Jahren spätestens ist dieser Zug einfach abgefahren – wie soll das zarte Pflänzchen der Zivilisation unter den Trampelfüssen denn gedeihen?
Wäre es nicht einfach auch am billigsten (um auch die klassischen Ökonomen an Bord zu holen), all die Babys, die die blaue Figur wählen, zu therapieren? Ich hielte das etwa für so schlau wie das Ausblasen einer Kerze bevor man schlafen geht.
Heute habe ich die letzte Folge von Oliver Stones Serie «The Untold History of the United States» (Die Geschichte Amerikas) gesehen. Nicht über alle Zweifel erhaben (aber über viele), zugegebenermassen, fand ich das gesamte Werk doch sehr erhellend. Und verstörend. Auch erheblich verärgernd, wenn man das globale Desaster so konzentriert vor Augen geführt bekommt.
Als dann danach in den News eine Beiläufige Erwähnung, dass Russland für die Olympischen Winterspiele 2013 läppische 37.5 Milliarden (uh, warens $ oder €? Sei’s drum…) ausgibt.
Deshalb überlege ich mir, eine Initiative zu starten: Investieren wir einen Haufen Plastik und die Kosten der nächsten Olympischen Spiele und schenken jedem Erdling die komplette Ausgabe. In der Auflagenhöhe sollte das für 5 Kröten doch machbar sein.
Wahrscheinlich würde eine Ausgabe für nur jeden zweiten Erdling reichen, um die Achse des Bösen in den Köpfen nachhaltig umzupolen. >:)
Wie auch immer, im Lichte einer provokativen Perspektive der öffentlichen, amerikanischen Meinung betrachtet eine wirklich empfehlenswerte und gut gemachte Arbeit von Oliver Stone; interessant ist auch eine unglaubliche Konstanz, mit der die Scheisse im Weissen Haus quillt. Die Doku weisst auch darauf hin. Ein unverbesserlicher Verschwörungstheoretiker, wer meint, irgendwelche Interessengruppen könnten spinnenhaft ihre Fäden ziehen – ein Schlauer (gross geschrieben), wer erkennt, dass man sie gar nicht kennen kann. Die, wo man’s vermutet, sind’s bestimmt nicht – was wär’s für ein lausiger Trug. Auch wenn, nebenher geflüstert, sich die Bauern im Spiel wirklich keine Mühe mehr zu machen scheinen mit dem Verschleiern. Ganz gemäss dem Informationszeitalter: Sag die Wahrheit – es hört eh keiner mehr hin, wenn’s nicht um tausend vergaste Tote, Geschlechtszeile oder Welpen geht. Wenn’s tatsächlich um tausend Tote oder dein Geschlechtsteil gehen sollte, has’te schlecht wohl gepokert. Oder du bist die arme Sau, die den Kopf hinhalten muss.
@NSA: Falls Erdlinge nach dem Gucken dieser Doku auf meine nachgewiesene Empfehlung hin bei Al Kaida anwerben, heisst das lange nicht, dass ich letztere Unterstütze. I’m a «Peacemaker». Bitte schreibt das in meine Akte, auch wenn ihr das Wort nicht kennt. Danke.
@all: Wenn ein Buch eine Lektüre ist, dann ist eine DVD eine Turbitüre? Also keine zum leken, sondern, zeitgemäss, eine, die berührungslos turbischnell schliesst, Ob sie ebenso schnell aufgeht, liegt wahrscheinlich eher am Auge des Betrachters beziehungsweise dem hoffentlich nachgelagerten Denkorgan. Oder nicht?
Ein paar ältere meiner Ideen zum Sport, konkret, um Fussball wieder interessant zu machen.
Und, irgendwie, mochte ich das Wort «Erdlinge» hier zu benutzen, weil «Erdenbürger» mir etwas zu hoch gegriffen scheint, um es dermassen zu generalisieren – «Erdenwürger» etwas zu despektierlich wiederum, dermassen zu verallgemeinern. Erdlinge fand ich einen politisch korrekten Kompromiss für sich selbst erkennen werdenden Sternenstaub.
Nach Prism ist nun ja eine riese Protestwelle für die Freiheit im Internet am anlaufen, z.B. hier von Mozilla (Firefox Browser): optin.stopwatching.us
Und mich beschleicht langsam der Gedanke, dass umso mehr öffentlicher Widerstand sich global gegen wuchernde Überwachungsmethoden regt, desto näher kommen wir dem ersten «Terror»-Anschlag mit einer richtig grossen Schmutzigen Bombe.
Mit was liesse sich denn sonst noch einer global erstarkten Bürgerrechtsbewegung und ihrem Verlangen nach zuverlässigem Datenschutz den Wind aus den Segeln nehmen? Mit was könnte man sonst noch 9/11 übertreffen, um wieder für neue alte Ängste zu sorgen? Am besten im Herzen Europa, das liesse den Atlantikgraben wieder einiges kleiner werden.
Der perfekte Moment wäre wohl gewählt, wenn der Amerikanische Kongress und das Europäische Parlament unter dem öffentlichen Druck einzuknicken und dem Kurs der Datenschützer zu folgen beginnen. Lassen wir uns überraschen – ausser Petitionen zu verbreiten/unterschreiben und Auflärungsarbeit leisten können wir ja nicht viel mehr tun.
Oder hat jemand andere Ideen? Z.B. dass jeder in seiner eMail-Signatur statt «Sent from my iPhone» eben «Terror, Bombe, Schmutzige Bombe, Al Quaida, Osama Bin Laden, Anschlag, etc» stehen hat? Die Folge wäre das erste Prisma mit Verstopfung! 🙂
Small post just for completeness – this chart must not be missing here!
Source: huffingtonpost.com, approximately 2011.
Thank you for shopping fair.
The Brands of Evil (please click to enlarge)
No need to say that we don’t buy all this stuff, isn’t it. But if you need some arguments: In all this stuff there is some alien-stuff that makes you stop thinking – be aware, I’ve told you!! 😉
Some serious arguments may be found here about bottled Water, by way of example, or money:
«To the Iranian people, to all the fathers, mothers, children, brothers and sisters
For there to be a war between us, first we must be afraid of each other, we must hate. I’m not afraid of you, I don’t hate you. I don t even know you. No Iranian ever did me no harm. I never even met an Iranian. Just one in Paris in a museum. Nice dude.
I see sometime here, on the TV, an Iranian. He is talking about war. I’m sure he does not represent all the people of Iran. If you see someone on your TV talking about bombing you – be sure he does not represent all of us.
I’m not an official representative of my country. I m a father and a teacher. I know the streets of my town, I talk with my neighbors, my family, my students, my friends and in the name of all these people, we love you. We mean you no harm. On the contrary, we want to meet, have some coffee and talk about sports.
To all those who feel the same, share this message and help it reach the Iranian people. Ronny, tel aviv»
48 hours after Ronny posted the page (March 19th) he got answers from Iranians. As I write this (March 24th), he got over 30’500 likes. Here it is another campaign with over 6500 likes already:
Peace fingers
Wow! I love to imagine how revolution spreads to Iran (again), from the Arabs to the Jews, finally to the christian and hindu world. All ending in one big r-evol-ution. Has it really started, the myth of 2012? The Change? Is evolution to bring mind on a new level? Families to unite over interreligious borders? Bringing peace to the Middle East? Nationalism is dead. It has to be!
Ich habe ein ziemlich schlechtes Gewissen, den geklauten Inhalt der WoZ zum 1. Mai hier zu posten – aber alleine schon das Titelbild nicht schweizweit per Zwangsverordnung und Strafandrohung zu verbreiten, hielte ich für ein Verbrechen, geschweige denn von der Einleitung zum Hauptartikel:
Bei der Lohnverteilung, bei der Abgabenpolitik, bei der Vermögensentwicklung: In der Schweiz findet eine gigantische und systematische Umverteilung von unten nach oben statt. Das belegt der «Verteilungsbericht» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, der diese Woche erschienen ist.
Wie gigantisch die Umverteilung ist, zeigt sich beim Betrachten der Zahlen: Das Lohnwachstum der Mehrheit der Beschäftigten blieb unter ihrem Beitrag an die Produktivität, die Zahl der Gehaltsmillionäre hat sich hingegen in den letzten zwanzig Jahren verfünffacht. Systematisch wird die Umverteilung von der Politik ermöglicht: Direkte Steuern, die progressiv wirken, werden durch indirekte Abgaben ersetzt. Mit der Folge, dass einer Familie mit tiefem Einkommen von ihrem Lohnzuwachs noch ein Zehntel, einer Familie mit hohem Einkommen alles bleibt (vgl. Seite 3).
Dass die Umverteilung mit voller Absicht erfolgt, wurde diesen Frühling exemplarisch an der Unternehmenssteuerreform II ersichtlich: Nachdem bekannt wurde, dass sie für Aktionärinnen Steuergeschenke in Milliardenhöhe bringt, von denen der verantwortliche Finanzminister Hans-Rudolf Merz im Abstimmungskampf nichts gesagt hatte, trat das Parlament nochmals zusammen. Nicht wider besseres Wissen, sondern im besseren Wissen beschloss es, die Steuergeschenke zu akzeptieren.
Auf der WoZ-Site ist weiterhin ein 10-Punkteplan zu finden, wie wir den Reichen das Geld wegnehmen können. Damit ich nicht in falschem Licht da stehe: Ich will es ja nicht haben, zumindest nicht direkt. Aber wenn unser aller Lebenshaltungkosten etwas sinken, wäre ich um meinen kleinen Anteil natürlich nicht traurig – so wenig wie Du! Dafür würde ich es begrüssen, wenn wir für energie- und materialintensive Produkte und Dienstleistungen der Kostenwahrheit entsprechend bezahlen müssten; die Lebenszyklen heutiger Produkte sind um ein mehrfaches zu kurz. Allerdings könnten diese helfen, für eine Neue Welt Produkte schnell und flächendeckend durch effizientere und langlebigere zu ersetzen – wenn man sich dazu entschliessen würde.
Wer den Film nicht gesehen hat, muss das unbedingt nach holen: Let’s make money, ein Stück Kunst!
Aber ich vermute, wer hier auf meinem Blog landet, ist sich all dessen schon bewusst. Ich kann nicht viel mehr sagen als «Du bist nicht alleine – go for it!», lass Dich nicht unterkriegen! :peace:
Das alles ist unendlich tragisch und auch so unnötig. Man weiss, dass es Tsunamis gibt, 10m und mehr. Man weiss, Atomreaktoren sind eine Hochrisiko-Technologie. Man weiss, dass die Geschichte einem lehrt, dass man aus der Geschichte lernen sollte. Nur reicht nie eine einzelne Havarie – nicht mal deren zwei, wenn sie nicht genug gross sind, zu wenig Opfer fordern oder zeitlich auseinander liegen. Oder einfach, weil man nur bis eins zählen kann – was bedeuten müsste, dass wir es gar nicht können.
Kernschmelzen
Schwarz-gelbe Glhbirnen (2011) (Klick für Quelle)
Jetzt ist ja eine erste, ungefähre Statistik möglich: Seit 1942 gab es 10 Kernschmelzen (wenn ich auf Wikipedia richtig zählte). Unfälle der Stufen INES 3 – 4 gelten für den Gesetzgeber als GAU (grösster anzunehmender Unfall/Auslegungsstörfall), was meinen will, dass ein AKW bei uns eine Strahlenfreisetzung bis zur Stufe INES 4 von der Umwelt isolieren können müsste. Wieso bloss können sie das nicht?
Blöderweise gibt es da noch die Stufen INES 5 bis 7. Tschernobyl und Fukushima gelten als Stufe 6, Three Mile Island und Tokai-mura als Stufe 5. Ausser Tokai-mura (Brennelementefabrik) waren alle drei teilweise oder ganze (Tschernobyl) Kernschmelzen, die von ihrer Natur her NICHT kontrollierbar sind, also nur Glück schlimmeres verhindern kann.
Bei einer auf AKW-Unfälle fokussierten Rechnung mit Kernschmelzen seit 1942 ergibt sich ein Mittel von einem Super-GAU auf 23.3, eine Kernschmelze alle 7 Jahre.
Also alle 7 Jahre ein zufälliges Nicht-Auftreten eines INES grösser 4, der zuverlässig durchschnittlich alle 23 Jahre eine Atomgruppe engagiert, die dann einen strahlenden Auftritt hat. Dieses Risiko wird man vermutlich wieder eingehen, da man meint, keine Alternativen zu haben. Die Politikermehrheit wird – nach anfänglichem, wahltaktischem Hyperaktivismus – da nichts ändern, wenn WIR sie nicht dazu bewegen. Aber genau dasselbe WIR braucht immer mehr Energie, mehr PS, mehr Stoff, zum Wachstum, zur Verschwendung, you know.
Ohne Super-Duper-Hyper-Mega-unglaublich-alles-killende-mega-GAU (ob ökonomisch, ökologisch, nuklear, oder wie auch immer) wird die Wachstums-Kuh nicht geschlachtet werden. Die zig blauen Augen, die wir längst haben, reichen nicht. Es wurde bis kürzlich kein Beben der Stärke 9 gemessen, wie auch kein INES 7. Das Beben hatten wir. Schon blöd, wenn man nicht zählen kann.
Von daher, ja, scheisse nochmal, hoffe ich, dass die Winde der Evolution uns gut gesonnen sind und möglichst viel von Japan für die nächsten 20’000 Jahre zur Sperrzone machen. Aber selbst hier halte ich menschliche Kollektive für fähig, das mit den Jahren unter „Shit happens – so what?“ ab zu buchen. Immerhin: Radioaktive Wahle werden sie wohl nicht mehr essen. Ist das nun gut oder schlecht?
Die wirkliche Katastrophe finde ich, wie der Positiv-GAU in Bahrain mit Unterstützung anderer Emirate (und damit amerikanischer) nieder geknüppelt wird. Der Anfang einer selbständigen, selbstverwalteten und unabhängigen Arabischen Welt könnte heute wohl nicht nur Kick sein für eine Energiewende, sondern auch für eine globalpolitische…
Die Halbwertszeit von Information
Information (Klick für Quelle)
„Interessant“ ist nur, wo’s am meisten Tote gibt. So scheint Ägypten jetzt schon wieder vergessen zu sein. Die Halbwertszeit menschlicher Erinnerungen scheint direkt abhängig von der Zahl der Toten. Wer erinnert sich denn noch an den letzten Tsunami? Das waren 230’000 Opfer, 2004, 6 Jahre: Ein Jahr Medienaufmerksamkeit für knapp 40’000 Tote – das ist nicht billig, das ist gratis. Wer sprach vor letztem Freitag noch von Tschernobyl ausser WoZ, Publik Forum und ARTE?
Nachweislich sinnlose Kriege, hyper-Öko- oder Finanz-super-GAU, Höhere Gewalten: egal, nichts hilft. Ich finde, man sollte global die Forschung darauf konzentrieren, die Halbwertszeiten von Plutonium und Erinnerungen zu tauschen. Ein solches oder anderes Wunder wird wohl nötig sein, um das Wunder Bewusstsein zu retten. Aber wer sagt, dass Wunder unsterblich sein müssten: Radioaktiver Abfall ist gar kein Wunder und trotzdem (annähernd) unsterblich; zehn-, zwanzigtausend Jahre sind ja schon mal nicht schlecht.
Hirnschmelze
Zur Zeit könnte ich all den neoliberalen und anderen gebildeten Idioten den Kopf abreissen, um die Biomasse den Ozeanen zurück zu führen. Eine Milliarde Einheiten dürften da schon zusammen kommen, auch wenn man die mit Zivilisationsgiften kontaminierten in die Sondermüllverbrennung umleitet. Das Ganze wäre ethisch sauber: Idioten sind keine Volksgruppe und schon gar keine Minderheit. Ok, Idioten mit viel Macht vielleicht schon – aber die nehmen es auch nicht immer so genau; die verstehen das. Sonst soll Berlusconi gute Workshops geben, hübscher Busen vorausgesetzt.
Nein, die Welt ist nicht fair, und ich auch nicht – Funktionen haben keine Moral. So wenig wie Hochrisiko-Technologien. Als Mensch bin ich wohl eine.
It’s facinating to see the world’s regions in a kind of likewise status: The fear of Islam and migration gave us a distinctive shift to the right, with a result of xenophobic politics and things like the initiative for a minarett ban. The sudden popularity of nationalism amd rassism surprised politicians and intellectuals. Now is the same thing in the Middle East: Politicians, despots and intellectuals are surprised how fast peaceful protests spread all over the region. The global public was not aware how near the tipping points were and are. Me included.
So the questions coming up: Who benefits from the situation? And why now?
I think the economic crisis plays a major role in the game. Costs of living are rising everywhere. And like my father alway said: You can deny your people food or the right to speak – but not both. And the crisis took the food (through price increase) – so people stand up, where they cannot speak (or are not heard).
Then, if one would belive in conspiracies, it could be a modern kind of scorched earth policy: If we cannot have them, nobody should have them – where nobody is China. China can can get economic control – what it will – but not political anymore, because the corrupt leaders are gone. If a country becomes democratic, it becomes self-determined. You can control a despot in a direct manner, but not a democracy: Berlusconi cannot control Italy like Gadhaffi can do in Lybia.
So if the economic crisis is a contingency like 9/11, then it was damn good luck for the neoliberals, always in the right time. First a long game of dominating the Middle East, which was control though a kind of balance of force (terror vs repression). When it got to dangerous, the USA made its threat real to gain balance again: We CAN shoot! But the islamic world was not terrorized. The attempt to conquer Iraq followed, politically possible because of 9/11: Democracy through a military strategy. Then the crisis, government depts, new credits, austerity policies, price increases, you know the stuff.
Trend (Gerd Altmann, pixelio.de)
Everything is, if not good, perfect for the neoliberals. Either way to redistribute money from down upwards, to gain profit in other ways or to buy stability and control. If it works like this the crisis was a high price, yes, but the bill is paid by you and me. Banks get our money through old-age provisions, make governments to need money, lend it, and we pay the interest for our own money throuigh taxes. And they get all the transaction fees. Crappy game.
However, I wish the New World Movement will be as «lucky» in the next decades as the Neoliberals were in the last. It’s facinating to see that not only the powerful can play the claviature of fear! I bet the cumulative fear of all regimes right now is a global record. Satisfactory to see the masses stay calm allthou they get shot at and that thugs cannot seed riots. All together I think it’s a sign and the world is not the same anymore, inshallah!
I’m sure all of you know books and films about corporate groups or governments trying to establish split societies in some kind to secure the position of the upper caste. Usually they have the monopoly on violence, the others have ideology and some clubs.
Or an archer’s bow, like the probably – at least in western culture area – most famous english outlaw. Or the legend of Willhelm Tell here in Switzerland. Well, I don’t want to get melodramatic. 🙂
As I see the world, we are going to lose what unions and social parties where fighting for in the last hundred years. And the most frustrating is: We’re losing it in a democratic way. We vote for less freedom, less wealth, more animosity, while the upper caste gets richer than ever. We let our fears stoke and shut ourselves away in nationalism and fanaticism. We’re freezing, while bullets of social, economical and ecological disasters are howling in one’s ears.
Now, knowledge – here we are again. As long as lower classes got some democratic power, today’s politics work as long as the public doesn’t know about real motivations of the upper class. Ever wanted to be a fly on a wall while some ruling men (yes, men – usually no women) speaking clear words? Wikileaks is your ticket!
For some decades leading think tanks believed that free societies and free markets will be followed automatically by wealth. That is not completely untrue, but we see that this philosophy ignores health of life and the globe – the neoliberal market is backfiring at our livelihoods. Equally the free Internet – THE synonym for a free society – is backfiring now: in form of Wikileaks. A truly free Internet is not compatible with a two class society – that is what we can see now and what is, or was, science fiction.
That is why today’s free Internet is so important for future – or so dangerous, for them. If we will get some china-like Internet – and I’m sure they will try, e.g. in the name of terrorism – cheerless science fiction will come true, a second Dark Age. Maybe we can see China as testing area for the successor philosophy of neoliberalism.
To be clear: I don’t believe in a global, one voice conspiracy towards a two class society, more in a system of similar believes which makes competitive groups to friends because of the same enemy: That is loss of power and wealth in the own clan. And maybe a few ideologists who believe in Social Darwinism. But I don’t need to tell you that we are here to help each other…
«Water, thou hast no taste, no color, no odor; canst not be defined, art relished while ever mysterious. Not necessary to life, but rather life itself, thou fillest us with a gratification that exceeds the delight of the senses.» (Quote by Antoine de Saint-Exupery, From Wind, Sand and Stars, 1939)
Do you know Armajaro, an investment firm based in London, specialised within the cocoa and coffee markets? A week ago I read about them the first time: The WochenZeitung (German) wrote that Armajaro bought cocoa beans on the European market. Above 240’000 metric tons, worth over $ 1’000’000’000, to be exact, sometime between July and September it seems – the equivalent of almost the entire supply of the commodity in Liffe-registered warehouses across Europe. Or about 7% of the annually, global production. But guess, this was not the first time.
Cocoa Flower (Dieter Schütz/pixelio.de)
In August 2002 Armajaro acquired 204’000 tons of cocoa beans and, as it seems, gained $ 64’000’000 out of the deal (Talk about finding a golden ticket in a bar of chocolate). Mr. Ward, the head and founder of Armajaro, told The Daily Telegraph in 2002: «We are not trying to inflate the market.» He founded Armajaro in 1998, which is today one of the top three players in the cocoa market, in which prices have risen 150 percent over the past two-and-a-half years.
Armajaros highest-paid director received a salary of $ 8’500’000 last year, $ 1’000’000 more than in 2008. Mr Ward manages Armajaro’s flagship CC+ Fund, which specialises in cocoa and coffee. He achieved a double-digit growth in the value of the fund in the year to September. His fund forms part of Armajaro Asset Management, which has over $ 1’500’000’000 under management. I love zeros visualized. And Mr. Ward too, it seems. (source: www.africanagricultureblog.com)
This is a blog post for the Blog Action Day 2010 about water, so what I’m writing about cocoa and abuser of nearly one million childs (Ghana only)? About that $ 7 million committed by the International Chocolate and Cocoa Industry (Harkin-Engel Protocol) towards addressing the situation of worst form of child labour in Cocoa farms over 5 year was inadequate, compared to the countless zeros above?
Water makes money: the film
Ever heard of Nestle? 12 % of the $ 112’600’000’000 annual sales are made from chocolate, 27 % from drinks. Nestle is working hard on privatization of water. There’s a very good new documentary about water on this topic. Veolia and Suez, the world’s biggest water multinational companies, are already active in at least 69 countries on all five continents. More than 80 % of the water supply is still in the hands of the public sector. Every time, however, a town council in financial fetters asks around to be relieved of this burden, Veolia and Suez come knocking at the door. I’m not an highly educated economist – but I don’t need to understand a gearbox to see what goes in and what comes out. The rich get richer, the poor get poorer, redistribution of income from the bottom up, what equates the neo-liberal concept. Privatization of public infrastructure is a giant vacuum cleaner for the small men’s pockets. They pray «it’s getting cheaper», we pray «oh really, yeah, sure, cool!», then it doesn’t, but it’s to late. And if it’s cheap, it costs lives. And for the counter value of only 12 litres of milk from the nearby farmer you get a 32 GB piece of USB-hightech made of diverse highly energy intensive special materials from all over the world produced on microscopic scale in a dustfree production hall on the other side of the globe. While many places and air and water got polluted in the process. For 3 gallons of milk! And if the newspaper tells it’s the only good and true system, then it must be true, ain’t it?
Once water will be dealt via companies quoted on the stock exchange while there is a global shortage – man-made, what else? – the cocoa game will have started on water too. I don’t need to guess who the winners will be: Those who’s earnings rise one million dollars per year – and that’s not you and me. We and 99.9 % of mankind will be on the losers side. Today, unsafe water kills more peaple than war. The most bitter conflicts of the next 50 years won’t be over oil. Become aware of virtual water – that, by way of example, one kilogram of beef costs 15’500 litres. One kilogram wheat costs 1’300 litres.
Global Awareness
What can we do to save water, environment, ourselves for a New World? It is all about the same with modern problems in the 21st century: Education. Don’t believe anyone (not even me), think for your self, think holistic. And then vote! If you can, politically, and not for the neo-liberal and neocon moneymakers. Buy fair. Get informed. Vote by buying stuff that don’t hurt anyone. Don’t buy from Nestle and the like! Avoid shopping at Lidl, Aldi, Walmart and suchlike. Try to buy local stuff. Teach your and others children. Inform others. Don’t invest if you get more than, let’s say 7 or 8 % return – or someone far or not so far away will die for that, well, the fund manager, by stroke of luck. :whistle:
Or the war on bottled water might get globally, as the world tends to import American habits. Or we might get millions of environmental refugees, in addition to the millions of political, war and economicfugitives. We teach our children to share – I just wonder why we adults don’t do this. Maybe you know?
Place name sign, above: modern era / below: middle ages (Gerd Altmann/pixelio.de)
P.S: Speak german? While trying to translate american and german billions and milliards once more, I stumbled over this discussion, which is 24 posts about 3 zeros less or more. And I thought I’m confused about this topic…
Endlich ist es soweit: Die Erkenntnis der Perversion unserer Finanzökonomie hat es in die Mainstream-Medien geschafft! Nachdem die Politik werbewirksam griffige Massnahmen zur Eindämmung der Spekulationsgeschäfte versprach – es dann aber dabei beliess, den Markt mit billigem Geld voll zu pumpen – merken nun langsam auch die Letzten, dass genau dieses billige Geld die neuen Spekulationsblasen schafft.
The gap between rich and poor
Die Politik gewährt der globalen Hochfinanz eine steuerfreie Wertschöpfung aus einem virtuellen Kapital, das sieben Mal grösser ist wie das des weltweiten, jährlichen Bruttoinlandproduktes, bis das System zwangsweise kollabiert. Im Auftrag der Politik verleihen die Nationalbanken neues Geld quasi gratis und ohne Auflagen den Banken, die es gewinnträchtig in Staaten investieren, die durch den Kollaps bakrott gegangen sind. Somit werden nach den öffentlichen Infrastrukturen ganze Staaten privatisiert.
Zugegeben, der letzte Absatz ist etwas reisserisch – wie anders könnte man etwas auf den Punkt bringen, das nicht mal Fachleute in seiner ganzen Komplexität erfassen. Der Rekord von 140 Milliarden Boni im Jahr 2009 ist ja auch nicht ganz unreisserisch. 🙂
Etwas ausführlicher geht es in dieser ZDF-Dokumentation zur Sache:
Für tiefergehende Lektüre kann ich Artikel zum Thema von blog.4st.ch empfehlen. Auch der Film Let’s make money ist ein guter Konsumtipp. Nach überwundener Wut, Übelkeit und Hoffnungslosigkeit checkt doch mal die Bücher in aller Gründlichkeit, um eure Rendite sauber zu halten.
Profit aus unendlichem Wachstum auf einem endlichen Planeten ist schlicht nicht möglich. Das ist etwa so, wie wir die Schuldenkriese mit neuen Schulden bekämpfen. Und in der Medizin wird tatsächlich noch diskutiert, ab wann man hirntot ist – um Volker Pispers zu zitiern.
Der vermutlich einzige Weg, da wieder raus zu kommen, wird eine Geldentwertung sein. Die, die heute unverschämt viel haben, haben dann immer noch viel, während unsereins gar nichts mehr hat. Bliebe zu hoffen, die Vertreter des staatlichen Gewaltmonopols wählen einmal die gerechte und nicht die profitable Seite…
Wenn wir es nicht schaffen, dem ganzen Irrsinn ein Ende zu setzen, wird das wohl in einigen Jahren eine der Überschriften sein, mit denen Medien um Quoten kämpfen. Nichts desto trotz kann man es heute schon sehen – auf Wikileaks. Die Site versucht aufzudecken, was Konzerne und Behörden zu verschleiern versuchen.
Bei diesem Zwischenfall im Irak 2007 waren unter den Opfern auch zwei Reuters-Mitarbeiter. Zwei Kinder wurden verletzt, als ihr Vater einem verwundeten Reporter helfen wollte. Vater und Reporter wurden dabei erschossen. Das als geheim klassifizierte Video wurde nun am 5.4.2010 auf Wikileaks veröffentlicht:
Es spritzt kein Blut wie in gängigen Filmen, es sind keine Geschlechtsteile zu sehen, das Video sollte jugendfrei sein. Also keine Angst beim Hinschauen, es ist nichts zu sehen! Man kann sich nur vorstellen, wie ein 30mm-Geschoss einen Körper zerfetzt. Cool aus einem Helikopter, rechnergesteuert treffsicher aus vielen hundert Metern Entfernung. Hübsch, nicht? Was Technik alles kann, faszinierend.
Kein Wunder, dass Völker, wirtschaftlich und militärisch dermassen dominiert und in ihren eigenen Interessen übergangen, sich zur Wehr setzen. Und wie sollten sie das tun, wenn nicht mit Guerilliataktik, Terrorismus und Fanatismus als Mittel des Zusammenhalts?
Immerhin hat das Video nach einer Woche bereits 5.5 Mio Aufrufe. Es scheint mir sinnlos, auf diesem einzelnen Fall herumzureiten, aber er zeigt Eindrücklich die Realität des Menschseins, die nach wie vor animalisch ist: «Nice shot – Yeah, got them…» Auch nach zehn Jahren sind wir noch nicht im dritten Jahrtausend angekommen – obwohl heute in zehn Jahren soviel passiert wie früher in einem ganzen Jahrtausend.
Unterstützen wir Wikileaks! Zur Zeit wohl die beste Plattform für unbequeme Wahrheiten, seit wir auf den heute quotendominierten Journalismus nicht mehr zählen dürfen.
Ich will nicht parteisch sein. Im Krieg ist kein Soldat zimperlich, hier werden 9 Marines umgebracht:
Krieg ist eine hochdynamische Angelegenheit, Entscheidungen auf Leben und Tod müssen in kürzester Zeit gefällt werden – Fehler passieren da früher oder später. Manchmal erwischt es so auch die eigenen, Remote-War sei dank:
Krieg ist so ein verdammtes Scheissbusiness – ausser für die Ökonomie – dass ich nicht verstehen kann, weshalb Arbeiter und Bauern nicht die fettgefressenen Machthaber aufeinander hetzen, die ja das ganze Trallalla anzetteln. Das System Krieg ist so unzulänglich, dass man es um jeden Preis vermeiden sollte! Mindestens so lange, wie die Andern nicht anderer Meinung sind, nicht war?
What may a man dream freezing to death? This... (picture source)
Governments donated billions to the financial industry, and so managers and their bodyguards, villas, security cams, pools and bank accounts got subsidized in a way farmers would never dream of.
For a really real small-small part of that money it would have been possible to buy some sleeping bags for all these men and women who had to freeze to death in this winter: 212 since November 2009, up to now, in Europe.
It’s a shame! Why don’t we do that?
... or that?
I think, the answer is only logical: All who are in responsibility think in resources: money, oil, accounts, pools, human resources etc. So you have frozen resources? Don’t panic – just defrost it! No resource need a sleeping bag. Beside the upper ten thousand when they go camping.
But they are not a resource, they are God. And God made it that way…
Only one word to start with commenting the outcome of todays acclamation:
FEAR
This voting shows clearly how fear works in politics. I’m always surprided how simple it is. The message «Islam wants conquer Switzerland, Europe, the world and Minarets are the spearheads» get us on a level of lowest animal insticts and as fast as you can’t wink Christianity feel threatened with extinction. What a bullshit, today, in the year 2009!
Playing the claviature of fear: Minaret ban poster by the SVP-party
On the other hand, a message like «America wants to dominate the world and Coca Cola tins are the bullets» works absolutely the same way. How surprising. I call this behavior our bioligical heritage and it works since hundreds of million years. If you know how to play this claviature of fear you don’t need any good rational arguments, you only need to fuel the animal interface.
Now, what really fears me ist the fact that this works on our level of education. This makes me thoughtful. In an evolutionary era where religions are going through their last jerks, because moral changes from dogmas to educational insights, we have such a backslide. But, that’s normal in evolution, unfortunately.
The convinience of belief systems is that it gives you simple answers and you can, but don’t need to think for yourself. Even if one do, most will think in conditioned ways which leeds them to the conclusion, that they and their group is right and all others are wrong. Now fuel the animal interface with fear and you can go to war – no one will ask questions, they become fanatics. Since we know that we know nothing, all is belief – so it works with every belief system, whether religious, political, scientific or anything else like climate or Peak Oil discussion, e.g.
In this context you may want to read about the Dunning-Kruger effect on Wikipedia (The unskilled suffer from illusory superiority, rating his own ability above average). Please do, you may see public discussios from a different angle.
Polarization is what’s happening right now. When the force of separation breaks, as more apart the poles are the harder the clash will be. The secret of power is to balance between polarization and clash: Polarization to absorbe intellectual advance and clash to conquer to spread power (and heal economics, if you are clever. That’s why swiss citizens didn’t vote against export of weapons in another voting proposal today. What a crime in the year 2009! But I’m not sure it’s so clever in the end.)
Mosque at the Fort Al Hosn in Abu Dhabi (Zillertaler2000 at pixelio.de)
To me the signs are obviously: Through polarization we’re hardening our belief systems which will lead in a collision. In combination with high tech (power of atoms, bio- and nanotech, etc) it could be disatrous – and I fear it will be. But I refuse to project my fear onto Minarets – my logic does not allow this. It’s like saying because Catholics doesn’t allow condoms and therefore the pope is a mass murderer (what is sadly true in times of AIDS), we tear down catholic spires to stop him/them.