Category Archives: Economy

Posts about winners and losers – and how to overcome it

Covid-19 und die Zinsen

Covid-19 und die Zinsen

Alle chlöhnen über die freiheitsberaubende Massnahmen der Staaten. Und insbesonders mit Blick gen‘ Süden absolut zu Recht! Erdogan begnadigt 90’000 Gefangene in den überbelegten Gefängnissen, Journalisten und Mörder jedoch bleiben inhaftiert.

Andererseits chlöhnt niemand über die künftige Kontrolle durch all die neuen Schulden, zu denen wir gezwungen sind.

Das ist die wirkliche Kontrolle – durch die Finanzwirtschaft. 

Krisen durch Zinsen (Quelle: http://www.berndsenf.de/NebelGeld.htm)
Krisen durch Zinsen (Quelle: http://www.berndsenf.de/NebelGeld.htm)

Dagegen ist die befürchtete politische Fremdbestimmung und Überwachung der Bevölkerungen ein Klacks (deswegen natürlich nicht vom Tisch).

Man sollte einfach nicht die Mücke verfluchen, wenn der Elefant im Porzellanladen wütet – vor allem, wenn wir uns dermassen an den Elefanten gewöhnt haben, dass wir ihn gar nicht mehr sehen!

Klatschen für Milliarden

Klatschen für Milliarden
10’000’Menschen klatschen in 17 Stunden 1.9 Milliarden man, um die vorausschauende Arbeit der Swiss-Manager zu würdegen.

Wenn Manager auf der Unkostenseite einen solidarischen Staat fordern, so fordere ich auf der Habenseite solidarische Unternehmen!

Bitte, liebe Leser – korrigiert mich, wenn ich falsch liege – aber wäre es nicht ein Haupttask für einen Fluglinien-Manager, Reserven anzulegen für mit aller Sicherheit zu erwartenden Betriebsausfällen wie Vulkanausbrücke und Pandemien? Da sie dies offensichtlich nicht getan haben, sei mir die Frage gestattet, wo die Herren (nehme ich mal an) Betriebswirtschaft studiert haben? Also entweder bei den Sozialisten, wo der liebe Staat alles bezahlt – oder bei den Kapitalisten, wo der böse Staat alles bezahlt?

Muss man das nicht als Misswirtschaft taxieren? Wenn Maler Müller nicht auf einen mehrwöchentlichen Shutdown vorbereitet ist, kann ich das verstehen: Er kommt gerade so mit der Steuererklärung klar und ist froh, wenn er seine Pinsel amortisieren kann. Bei einem Profi, dessen BWL-Ausbildung viele Tausend gekostet hat, erwarte ich eine solide strategische Planung und Sicherung des Betriebs.

In meinen Augen ist es diskussionslos: Entweder haben wir privatisierten Verlust und Gewinn, oder wir haben solidarisierte Gewinne und Verluste.

Ansonsten werde ich meine Zirkular-Guillotine «7in1» mit Sensenantrieb und integriertem Koks-Recycling bei gleichzeitiger, vollautomatischer Entvampirung der wiedergewonnen Rohstoffe (patent pending) in die Freie Fakewirtschaft entlassen. Sie ist KI-gesteuert und spürt zuverlässig jeden mit zwei Arschlöchern auf. Dank der Serienabfertigung ist der Neo-Inquisitor mit dem «Energy-Star» und dem «Roten Engel» ausgezeichnet. Als Startpunkt ist die Mont Pelerin Society vorgesehen.

Richard David Precht: Adieu Fakten? (DAI Heidelberg)

Richard David Precht: Adieu Fakten? (DAI Heidelberg)
Meinung und Bildung in der postfaktischen Gesellschaft

Meinung und Bildung in der postfaktischen Gesellschaft

Antworten zu den wichtigsten Fragen zu einer Gesellschaft von morgen. Beeindruckend finde ich die klare, kompetente Darstellung von Komplexitäten, ohne sie mit unnötigem Ballast zu durchtränken. Der Gute hat seine Sachen wirklich gut durchdacht. Immerhin 1009 Likes in drei Jahren für ein e=mc2 der Kulturevolution: Besser kann man die Sachverhalte nicht mehr kommunizieren. Höchstens anders.

Beschrieb von YouTube:
Die Bedeutung von Fakten in Politik und Gesellschaft steht auf dem Prüfstand. Gegenüber emotionaler Meinungsbildung sowie Inszenierungen von Ereignissen erscheint das faktische Überprüfen auf dem Rückzug. Mindestens der Wahlkampf von Donald Trump ist hierfür ein schillerndes Beispiel.
Richard David Precht hält der Gesellschaft hinsichtlich Wissen und Bildung immer wieder den Spiegel vor. Was hält er von der «postfaktischen Gesellschaft»? Gibt es Chancen für eine Revitalisierung faktischer Argumentation oder wird die «informative Cloud» nur noch postfaktisch gestaltbar? Adieu Fakten?
Moderation und Gespräch: Adrian Gillmann (DAI)

Ein paar transkriptionen aus dem Gespräch

  • «Eine zentrale Aufgabe der Schule müsste sein, Kindern die Fähigkeit zu vermitteln, ihre Sammlung zu bewahren – die Fähigkeit, sich die Neugierde nicht gleich wieder klauen und auf irgend ein totes Gleis, an dessen Ende ein Produkt steht, abgleiten zu lassen.»
  • «In einer Welt, für deren Menschen die ersten 15 Minuten von «Spiel mir das Lied vom Tod» so langweilig sind wie ein Testbild – wie will man für Menschen, die sich diese Reizüberflutung als tägliches Konsumbedürfnis erfüllen, in der Politik noch feine, differenzierte Töne anschlagen? Kein Wunder, dass Politik den gleichen dramaturgischen Mustern folgt, um mit Übersensationistischen Behauptungen die Leute bei der Stange zu halten.»
  • «Könnte man nicht die Grenze zwischen Schule und Leben aufheben?»
  • «Wer etwas erbauen will, sucht Ziele. Wer etwas verhindern will, sucht Gründe.»

Covid-19 und Neoliberale Gierlinge

Covid-19 und Neoliberale Gierlinge
Möglicherweise merken ja dank Covid-19 auch Neoliberale Gierlinge®, dass der Freie Markt™ nicht alles regelt.
Möglicherweise merken ja dank Covid-19 auch Neoliberale Gierlinge®, dass der Freie Markt™ nicht alles regelt.

Ne, is‘ natürlich Wunschdenken – die freuen sich und machen tüchtig Profite damit, weil sie’s eben wissen. Würden sie das nicht tun, wären sie schlecht in ihrem Job. Die Realität zeigt, dass sie überaus erfolgreich sind.

Ursula von der Leyen und der Teufel

Ursula von der Leyen und der Teufel

Ursula von der Leyen hat in ihrer Bewerbungsrede zur Präsidentin der EU-Kommission viel gesagt, aber vor allem eines hat mich beeindruckt. «Menschen sollen nicht der Wirtschaft dienen, sondern die Wirtschaft den Menschen.» Damit hat sie dem leibhaftigen Teufel den Kampf angesagt. Auch wenn meine Vorstellungen davon sicher vieles weiter gehen wie ihre, ist das eine Ansage, unser «Biologisches Erbe» ® endlich zu zähmen.

Wenn jemand den Bösen Jungs die Leviten lesen kann, halte ich sie für eine gute Kanditatin. Sie hat wohl gelernt, all die Aufgeblasenen und Schwanzwedler ins Leere laufen zu lassen. Oder ins Messer, hoffentlich, wenn es denn nötig sein sollte.

Ursula von der Leyen: Now, be the kind of Woman, who, when your feet hit the floor in the morning, the devil sais "oh no, she's up!"
Ursula von der Leyen: Now, be the kind of Woman, who, when your feet hit the floor in the morning, the devil sais „oh no, she’s up!“

Toi toi toi!

Reiche Schweizer so reich wie noch nie

Reiche Schweizer so reich wie noch nie

Dagobert der Geldsack«Betrachtet man das Vermögen der 300 Reichsten Menschen und Familien in der Schweiz über die Zeit, so ist es seit 1989 rund dreimal stärker gewachsen als das Bruttoinlandprodukt der Schweiz.

Seit der Finanzkrise vor zehn Jahren ist das Vermögen der 300 Reichsten der Schweiz pro Jahr im Durchschnitt um 28 Milliarden Franken gewachsen.

Gemeinsam besitzen die 300 Reichsten neu 675 Milliarden Franken. Sie seien noch nie so vermögend gewesen wie heute.

Würde ihr Geld auf die gesamte Bevölkerung der Schweiz verteilt, erhielte jeder Bewohner 79’400 Franken.»

Wirtschaftsmagazin «Bilanz», 29.11.2018
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Alles von uns, den 99%, geklaut. Wo bleibt die Revolution?

Meine Knarre ist geladen und das Messer geschliffen, den Halsabschneidern denselbigen ebenso zu veredeln. Schön langsam ausbluten lassen, wie sie’s mit Firmen machen. Demokratisch lassen sich die heutigen Missstände nicht mehr korrigieren — das ist offensichtlich.

Aber scheinbar macht es zufriedener, die Krankenkasse zu wechseln, via Aldi und Amazon den Sklaventreibern noch mehr Kohle in den Arsch zu schieben, über Migration zu fluchen und sich das neue 8K Panel an die Wand zu hängen.

The same procedure as every year, James. Schlaft schön!