What else?

Me sees noses - everywhere. Everyone has one! They tryin' to take over – so be aware of your nose. And make shure your left earlap will not join in – though this would be less evil...
Dies ist ein zwar ekliger, aber bloss kleiner Blog über Sie. Meine Reichweite hier ist ziemlich klein und die Zukunft wird weisen, wie dieser Blog bei Suchmaschinen ranken wird. Allerdings gehe ich heutzutage davon aus, dass Sie davon ausgehen, das Spiel gewonnen zu haben. Und ich bin beinahe geneigt, diese ihre Ansicht zu teilen. Wenn wir den «Point of no Return»** der Vermögens-Umverteilung noch nicht hinter uns haben, ist er bestimmt nahe (selbst bei Berücksichtigung der Tatsache, dass vielleicht 6/7 des globalen Vermögens real nicht gedeckt sind, möchte ich vermuten).
In Konsequenz könnte dies bedeuten, dass sich die Woge, die Sie aufzutürmen geholfen haben, nicht mehr glätten lässt. Es also auf ein duales Kräftemessen der Pole hinausläuft, ob alt-testamentarisch «das Individuum dem Wohle des Systems (z.B. Clan) dient» oder «das System dem Wohle des Individuums dient». Zweiteres betrachte ich als ein Realkonzept der Liebe, das sich mit dem Neuen Testament erstmals historisch markant durch setzte.
Manchmal denke ich, dass dieser ewige, epische Kampf zwischen «Gut» und «Böse» Ihrer Philosophie entspricht: Länder, Kulturen wie auch Städte, Clans und Familien sollen sich evolvieren wie die Gene – in einem hochdynamischen Überlebenskampf müssen sich die Stärksten durchsetzen. Auf Kosten der unterlegenen, die die eigentliche Arbeit leisten und den Blutzoll bezahlen.
Diese legitime Herangehensweise an das Leben betrachte ich persönlich nicht als Böse an sich, sie hat auf Ebene der Gene – der Arten – immerhin uns Menschen hervor gebracht. Aber wenn man versteht, was Intelligenz und Erkenntnis in sich bedeuten, muss man zum Schluss kommen, dass auf geistiger Ebene die Prämissen grundsätzlich neu gestaltet werden müssen, damit Meme sinnvoll evolvieren können. Die «Dunkle Seite der Macht»™ brilliert weniger mit erquickender Innovation als mit kompromisslosem Streben zum Monopol, Die Natur funktioniert demnach in einem hoch komplexen Gleichgewicht von unzähligen Teilen, die zum absoluten Monopol streben. Kommt es zu einem solchen, wird kahl gefressen bis zum eigenen Untergang, worauf ein Neustart die Verhältnisse neu Regelt.
Das Grunddilemma besteht darin, dass das Schwert (das Gen) immer über das Wort (das Mem) obhand nimmt – Neid, Habgier und Missgunst korrumpieren langfristig jedes noch so geniale System, wie die Geschichte beweist. Grossmut, Grosszügigkeit und Nächstenliebe sind keine kulturellen Errungenschaften, es sind individuelle Entscheidungen, die ständig neu getroffen werden müssen: Das haben Sie gut verstanden und sorgen erfolgreich dafür, dass wir uns durch die von Ihnen geschührte Angst «freiwillig» nicht für eine ehrliche Selbstreflektion entscheiden.
Gegen dieses Verständnis des Menschseins kann man nicht viel sagen – eigentlich ist es ja «voll bio». Aber eben, wir sind Menschen und es kommen Intelligenz und Erkenntnis zum «bio» – zum Gen – hinzu. Zweifelsfrei muss die Intelligenz erkennen, dass das Ringen zum Monopol auf Mem-Ebene eine zerstörerische Energieverschwendung ist. Wenn beispielsweise Ideen wie Hygiene und Kanalisation verloren gehen, nur weil der andere Kerl seine Energie in ein längeres Schwert investiert hat, ist das objektiv dumm – die Erkenntnis vorausgesetzt, dass er eigentlich nicht in seinem eigenen Kot vegetieren müsste. Intelligenz muss hier zwangsläufig ein Potential zur Verbesserung erkennen, vor Allem wenn sie ein Kerl ist. Aber eben, er tut’s meistens nicht: Fremdes ist Scheisse, sagen die Gene.

Eine faire Welt ist keine kulturelle Errungenschaft, sie ist eine individuelle Entscheidung. Exakt daraus ist die These entstanden, dass es keine extraterrestrischen Intelligenzen gäbe, da sie sich zwangsläufig selbst in die Luft blasen, bevor sich ihre Genialität von der materiellen auf die geistige Ebene erhoben hat.
Bitte lesen Sie nochmals den vorhergehenden Absatz.
Bitte lesen Sie den vor-vorhergehenden Absatz nochmals!
Da ich nicht im Traum auf die Idee käme, Sie nicht für hoch intelligent zu halten, bleibt mir nur ein Schluss: Sie sind neidisch, habgierig und missgünstig. Wie dargelegt ist das zumindest ausserhalb des eigenen Clans in Krisenzeiten evolutionär legitim, aber ich halte dagegen mit Informationen zur Erkenntnis. Bitte fügen Sie dies Ihrem Datensatz über mich hinzu – wenn es einen oder zwei von Ihnen zum Nachdenken über Ihren neoliberalen Auftraggeber verleitet, hat sich meine Mühe gelohnt.
Letztlich muss man erkennen, dass Ihre feudale Schmarotzerrolle das Gesamtsystem regelmässig bedrohlich ins Wanken bringt. Und Intelligenz Wege finden kann, sich von Parasiten zu befreien, wie es Gene in der Regel nur schwer verwirklichen. Nun ja, Sie wollen einfach spielen, nicht wahr? Und den absoluten Sieg – solange sich Ihre Intelligenz nicht transzendiert hat. Wie nur kann man nicht sehen, dass diese Ihre Lebensphilosophie mit der Moderne, dem Anthropozän, nicht kompatible ist? Unsere Technik ist schlicht zu mächtig für Habgier. Dies kann selbst die Mont Pèlerin Society nicht ändern.
Freundliche Grüsse
** Point of no Return – nach dem ist eine «Zurück-Umverteilung» nur noch durch ein neues Gewaltmonopol möglich, da das alte druch die Vermögenskonzentration konrolliert wird: Schon heute kann man durch Arbeit alleine kaum noch reich werden oder einen Prozess gegen einen Grosskonzern gewinnen. Dieses Problem behebt die Kulturevolution im allgemeinen Analog der schweizerischen, französischen, amerikanischen oder russischen Revolution – mit erheblichem Blutzoll also. Wir sollten das vermeiden, wenn wir schlau sind.
Für den geneigten Leser hat sich dieser Artikel von Telepolis in den Social Media hervor getan. Ein Porträt ist auf LobbyControl wie auf Wikipedia zu finden.
Von Bernard Wabke gibt es von 2004 die Schrift «Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft – Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pèlerin Society». Der Mann hat sich offensichtlich mit dem Thema Neoliberalismus und dessen Systemübernahme auseinander gesetzt. Erschienen im VSA-Verlag. Vergriffen, pdf unter obigem Link. .
Die volle Anstalt vom 7.11.2017 auf YouTube:
http://www.moonshiner.ch/2018/cd-release-blossoms-unfold/
www.moonshiner.ch/2018/cd-release-blossoms-unfold/
Klick zum reinhören.
Nun sind wir schon ein bisschen stolz auf die in Nullen und Einsen gebannten Emotionen. Peter und das nette Mischpult schienen uns zu verstehen. Dazu benutzten wir zeitgemäss Mac und Protools, die unter fach-herrmännischer Kompetenz und Gelassenheit unsere Signale äusserst glimpflich quadrierten. Besten Dank!
Hier nun der CD-Release: Blossoms unfold.

Here is the first part. Thank you for shopping fair!

Update 2.4.2020:
Rama, Lätta, Ben&Jerry-Glacé and Rama to Unilever
Valser Wasser to CocaCola fehlt
This is the updated Oxfam chart of Brand of Evil – for education only, since we don’t buy them anyway, isn’t it. So please share this anyway you can. Click on the pic to get it enlarged.
The Flower Smelling Champion: A comic strip worth sharing.
Wie sollen Kinder lernen, was sie lernen müssten — wenn sie erst dürfen, wie sie wollen und danach plötzlich müssen, was sie nicht können?
Will heissen: Erst sind sie aller Lieblinge und kriegen jede Aufmerksamkeit, bloss keine Grenzen. Danach haben alle anderen Schuld, wenn sie sich an nichts halten.
Will meinen: Kinder lernen wie Hunde und Katzen, ihre Meister zu kontrollieren, wenn diese es zulassen. Danach sind dann die Lehrer, der Lehrplan, die Ausländer, die Rektoren, oder die Nase des Schulhausabwartes schuld, wenn alle Grenzen gesprengt werden.

Diese Grafik bringt die unbequeme Wahrheit auf den Punkt. Und statt die beidseitigen Defizite von Kind und Eltern auszugleichen, fordern diese schulische Leistungen ein und gestatten den kleinen erst recht nicht, was sie selbst auch am liebsten tun würden: Rebellieren!
Schätzungsweise kommt der grösste emotionale Unmut der Eltern daher, dass sich die Kinder dies einfach so erlauben: Sich selbst treu zu sein und den Unmut einfach so auszuleben. Die Psyche sucht einen Weg aus der verstockten Situation, die die nicht vorhandene Erziehung verbockt hat. Allem Anschein nach äussert sich dies vor allem in Lern- und Leistungsschwierigkeiten.
Am Ende ist dann der Pädagoge, respektive die Pädagogik schuld, wenn sich das Kind nicht freiwillig in das Gefängnis einsperren lässt, in das sich die Eltern schon lange selbst eingemauert haben. Und dabei depressiv geworden sind. Oder egozentrische [das sollte ich hier nicht schreiben].
Vermutlich ist es unmöglich — wie es heute nötig wäre — eine Lernkultur des Frontalunterrichts und der harten Fakten sanft in eine solche des vernetzen Denkens zu überführen, wie es der Lernplan 21 einfordert. Es bedingt einen Paradigmawechsel vom Initiations- zum Erkenntnisweg. So wie heute mehr oder weniger alle Bereiche einen Paradigmawechsel erfordern, um der Spirale des Niedergangs zu entkommen — allem voran der des mehrwert-, profit- und damit konkurrenzorientierten Wirtschaftens.
Das Problem: Paradigmenwechsel sind nicht kompatibel mit einer Demokratie von konservativ geprägten Menschen. Sie halten zu lange an bekanntem Terrain fest und begreifen die Notwendigkeit zum radikalen Wandel erst, wenn der ‚Tipping Point‘ des Systems schon vorbei ist.
Wenn ich sehe, wie viele Erwachsene und Kinder nur noch mit legalen, synthetischen Drogen funktionstüchtig bleiben — noch Schlaf, Motivation und Konzentration finden, nicht untergehen, dem Drang der Rebellion widerstehen — sehe ich die Grenze zum Bioautomaten vor unseren Füssen.
So sehe ich aber auch in meinem persönlichen Umfeld viele Jugentliche, deren Eltern sich die unbequeme Mühe der Grenzsetzung gemacht haben, als die Kinder noch klein waren. Und heute ein Vertrauensverhältnis zu den jungen Menschen geniessen, so dass Heranwachsen eine partnerschaftliche Angelegenheit ist — und kein Kampf um Recht und Autorität. Dies ist im wörtlichsten Sinne Kleinkind-Kram, bei dem der Schulpsychologe dann nicht mehr viel ausrichten kann ausser Rat schlagen. Oder wohl besser prügeln?
Hier in Arlesheim kam ich nicht umhin, die äußerst ‚kreative‘ Werbung der UBS in ihrem Schaufenster zu bestaunen. Diese Sprüche einer ebenso skrupellosen Werbeagentur waren bestimmt nicht billig – abgesehen davon, das sie eine absolute Beleidigung sind für das, wofür Arlesheim und seine Eremitage steht: Anthroposophie.
Man kann jetzt darüber spekulieren, was die Finanz-Grosskapitalisten hier wollen: das Geld der gut situierten Anthroposophen oder das setzen eines Zeichens, dass sie ihnen das Dritte Jahrtausend nicht einfach so kampflos überlassen werden.
Ich finde die Sprüche jedenfalls äußerst skuril und bin mir sicher, dass weder Texter noch Banker keine Ahnung haben, worum es bei Rudolf Steiner geht. Sonst würden sie sich nicht derartig mit der arlesheimer Kultur messen wollen. Ich empfinde es als eine Beleidigung und würde eine Rufmordklage gegen die UBS jederzeit unterstützen.
Die verspiegelten Fotos sind etwas blod – hatte aber nicht den Nerv, lange zu bibäschelen und die Sprüche auch noch zur Fotokunst zu erheben.


Es hat noch drei weitere Bilder…
Ein schön gemachtes Video von Campact.de, das ich so gut finde, dass ich es auf meinem Webspace hoste. Wie eine Monarchie des Geldes einer Demokratie übergestülpt werden kann, ohne dass es jemand merkt, zeigt dieses Video.
Dieses politische Vorgehen der von der Hochfinanz lobbyierten Politikelite erinnert mich in etwa an das des Pharao (vermutlich Ramses II), der aus Angst vor einem Befreier alle männlichen Säuglinge töten liess. Die Kinder sind heute moderner Mediokratie entsprechend zwar keine Lebewesen mehr — wohl aber die politischen Rechte, die sich die Menschen an der Basis im Verlaufe des letzen Jahrhunderts erstritten haben. Der westlch geprägten, demokratischen Freiheit wird durch den Neoliberalismus eine Monarchie des Geldes übergestülpt, ohne dass es jemand merkt.
Das perfiede an der heutigen, modernen Vorgehensweise ist, dass die Rechte grundsätzlich am Leben bleiben — die demokratischen Strukturen bleiben vordergründig erhalten — während genau diese im Hintergrund in ein Businessmodell verwandelt werden. Auf einer Metaebene betrachtet muss man den Hut ziehen ab der Strategie: Statt unliebsame Gesetze direkt zu bekämpfen und mit Aufwand aus dem Weg zu räumen, werden sie kurzerhand zum Geschäftsfeld erklärt, auf dem noch mehr gigantische Summen virtuellen Geldes verschoben werden können. TTIP macht’s möglich.
Ab und an finde ich es ganz angenehm, daran erinnert zu werden, wie es denn wäre, im Krieg zu sein.
Eine unglaubliche Erlösung folgt daraus, es zum Ersten August nicht sein zu müssen – wie so viele Menschen. Das müsste doch wirklich nicht sein. Oder nicht?

Seit dem Sommer bastle ich an einer neuen Site «Gott ist eine Funktion», www.gottisteinefunktion.ch. Ich will meine abgefahrenen Sichtweisen und verschrobenen Thesen einmal konkret ausformulieren, aber der Platz hier wurde zu eng. Der hoffnungslose Versuch, das holistische Universum in den zwei Dimensionen der Schrift festzuhalten, ergibt naturgemäss eine erhebliche Kastration der Wahrheit. Als würde Donald Duck mit Mickey Mouse Papier und Farbe erforschen und dabei feststellen, dass da umgeblättert wird, aber keine Möglichkeit finden, Umblätterer und den Zeichner zu nur schon zu erkennen.

Ich entschloss mich, das Ding in einem öffentlichen Blog zu drehen, das mit Zeit und Erkenntnis wachsen soll. Dazu stelle ich mich kurzen, prägnannten Fragen und versuche, ein in sich möglichst schlüssiges Bild zu zeichnen, indem ich den Krimi des Lebens aus Sicht des Mörders, des Opfers, von Ermittlern und Zeugen, aber auch des Autors selbst und von Lesern betrachte. So werden mit der Zeit die selben Phänomene wiederholt betrachtet, aber aus unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedenen Kontexten beleuchtet. Ich hoffe, dass eine solche Vielspurigkeit der zweidomensionalen Sprache ausreichend Tiefe verleiht.
Aus dem Intro:
«So versuche ich hier, die tausend Fragen zu stellen und Antworten zu finden, die eher auf tiefgründigen, physikalischen Fundamenten ruhende Möglichkeiten sind. Ich möchte nicht Wahrheiten predigen, die es sowieso nicht gibt, und auch nicht einfach ausserhalb der Box denken – Ziel wäre, die Box komplett zu vergessen. Aber ohne tieferes Verständnis unseres Biologischen Erbes werden wir uns von unserem kollektiven Egozentrismus nicht lösen können.»
Ich bin gespannt auf Feedback, ob Kritik oder Weiterspinnungen; bin aber auch nicht enttäuscht, falls das bloss langweilige Schwurbelei oder anstrengendes Gesülze wäre. Vermutlich ist es ja genau das. Am besten doch, man macht sich selbst ein Bild. Falls Du die Hände und Füsse des Göttlichen gut findest, freue ich mich über Likes, Plus‘ und shares.

Ich möchte mit diesem Post zu einer meditativ-informativen Blutrutsche einladen. Sie dauert etwa 25 Minuten, Optional am Schluss hat’s für interessierte noch eine Vertiefung zu erkunden.
Zur Zeit erreichen uns in Europa ja wieder einmal die Auswirkungen geopolitischer Wahnvorstellungen, konkret in der Ukraine. Die Situation kann man beurteilen, wie man will – das ganze Affentheater drum herum scheint mir, eben ein Affentheater: Wer hat den Grössten, Längsten und Dicksten. Wobei man sagen muss, dass Russland ziemlich elegant spielt, während der Westen wie immer einfach mal auf alles schiesst, was sich bewegt. Ich will und mag niemandem Recht und Unrecht zusprechen, aber ich mag elegante Spieler.
Um was es mir geht, ist, dass wir gar keine Vorstellung mehr davon haben, was Krieg bedeutet. Es ist kein echtes Blut zu sehen, die Konfrontation mit der Realität findet derart nicht mehr wirklich statt, dass wir heute schon ziemlich unterhaltende, einigermassen realistische Kriegssimulatoren errungen haben. Anhand eines solchen möchte ich Krieg erst mal definieren, wie auch die Art, mit der wir dieser Bedeutung heute begegnen. Möge jeder selbst eine Perspektive wählen, wie er das finden möge. Im Video geht’s grundsätzlich um die Entwicklung einer Erweiterung des Spiels für mehr Blut und ist ein Ausschnitt aus diesem Video. Man beachte den Kommentator:
Wofür nun das ganze Affentheater und die Schlachtomanie gut und wichtig sei, ist wunderbar in diesem nächsten Video dargestellt: Es zeigt die geopolitische Entwicklung der letzten 5’000 Jahre und ich möchte darum bitten, das Video entspannt auf alle Sinne wirken zu lassen. Zwischendurch kann man sich ja die eine oder andere Schlacht vorstellen. Versuche, der 5’000 Jahre bewusst zu sein (Quelle):
Auf www.atlasofworldhistory.com findet sich eine entsprechende, interaktive Webapplikation mit vertieften Informationen.
So sind in der Menschheitsgeschichte wohl aller-aller-mindestens 350’000’000 Menschen als Kriegsopfer in der Geschichte der Menschheit gewaltsam zu tote gekommen, als Soldaten oder zivile Opfer. Auf Wikipedia gibt es diese Liste der Kriege, die ich einfach locker mal aufsummierte. Das Äquivalent all dieser Grenzverschiebungen ist ein Wirlpool, 2.1 km² gross (1.4 km Kantenlänge) und ein Meter tief, in dem die Kriegstreiber sich suhlen –.gefüllt mit 2.1 Milliarden Liter Menschenblut; man könnte ein Schlachtfeld der Grösse von 21 km² (4.6 km Kantenlänge) zehn Zentimeter hoch bedeckt durchwaten; wr sich auf nur einen Zentimeter beschränkt, gar 210 km² (14.5 km Kantenlänge). Der Kanton Basel-Stadt hat 37 km², die Stadt Zürich 88 km².

Die Summe aus der Liste erfasst knapp 440 Kriege von geschätzten über 3’000 insgesamt. Es sind jedoch die wichtigsten vertreten wie die Weltkriege, das Mongolenreich, der zweite Sino-japanische Krieg und die Qing-Dynastie – unterhalb von 20’000’000 Toten pro Krieg summieren sich bald nur noch die Erdnüsse. Und ich muss einfach wiederholt fragen: Das ganze nur, damit wir in der Schule lernen können, wie sich farbige Flächen auf einer Landkarte verändern? Was hat es gebracht, all diese auf- und untergehenden Reiche im ständigen Kampf um Macht, Reichtum und Einfluss? Warum brauchen diese Männer sich des Todes Angesicht zu sein, um gute Ideen für den Fortschritt zu haben? Warum hören sie erst auf zu saufen, wenn der andere das bessere Schwert hat? Wo sind in dieser ganzen Zeit die Frauen geblieben?
Mir ist klar, dass wenn Dschingis Khan mit seiner magischen Bogenkunst über einen Kilometer einfach immer trifft, kann der andere nichts weiter tun als besser zu sein. Warum aber verbündeten sich Frauen nicht über Grenzen hinweg und stellten die Warlords einfach kalt? Ich kann es nicht verstehen.
Was ich verstehen kann ist, was dieses nächste lustige Video zeigt: Alle wichtigen Kriege der letzten eintausend Jahre in Relation zu den Opfern. Schlau ist, er errät, wann das Feuerwerk hübsch losgeht (Quelle).
Inzwischen wissen wir wenigstens, woher das kommt respektive wieso dieses Verhalten nicht verschwindet. Den Punkt zwischen 6:40 und 10:10 im folgenden Video möchte ich heraus greifen (Quelle):
Der Gipfel schlussendlich ist doch, dass genau diese Jäger von den Gejagten auch noch zu Helden und Idolen hoch stilisiert und damit legitimiert werden. Dabei wäre es ein leichtes für die Gejagten, mit kühnen Arschtritten das Marodeurenpack auf den Mond zu schiessen – man müsste halt etwas Charakter zeigen. Fairerweise muss man auch sagen, dass die Jäger während gut 370’000 Jahren gute Dienste leisteten als Kampfsäue und Anführer. Sie überlebten die harten Winter, weil sie moralisch nicht kleinlich und nicht zu rücksichtsvoll waren, wenn der Nachbarclan noch Vorräte hatte, die er nicht rausrücken wollte. Seit 5’000 Jahren spätestens ist dieser Zug einfach abgefahren – wie soll das zarte Pflänzchen der Zivilisation unter den Trampelfüssen denn gedeihen?
Wäre es nicht einfach auch am billigsten (um auch die klassischen Ökonomen an Bord zu holen), all die Babys, die die blaue Figur wählen, zu therapieren? Ich hielte das etwa für so schlau wie das Ausblasen einer Kerze bevor man schlafen geht.
Ein wunderschönes Editorial im Magazin «Zeitpunkt» Nr. 130. Dem habe ich wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Ein Plädoyer zum Mut für Antworden, die es nur in Form von Möglichkeiten gibt.
Liebe Leserinnen und Leser
Es ist verrückt: Alle wollen nur das Beste, oder, wie man heute sagen muss: die Optimierung. Aber heraus kommt eine Steuerungs- und Kontrollmaschine, die nicht nur die Grenzen der Wirksamkeit erreicht hat, sondern einen Schaden anrichtet, der uns schon bald tüchtig um die Ohren fliegen wird. Die Bürokratie verlangt heute für alles einen Nachweis, auch für die kleinen Dinge, die bis vor kurzem noch in die Domäne des gesunden Menschenverstandes und der individuellen Verantwortung fielen. Der Mensch wird ersetzt durch Funktionsträger, entweder indem er sich in einen verwandelt oder indem er vertrieben wird. Deshalb verschwinden heute in vielen Institutionen gerade die Leute mit Herz, Geist und Schöpferkraft. In einer derart gemanagten, menschenleeren Gesellschaft wird es definitiv keinen Spass mehr machen.
Dass niemand das gewollt hat, deutet auf Zwänge hin. In der Tat: Unser nach Zins und Wachstum geeichtes Wirtschaftssystem erfordert immer höhere Effizienz – von allem. Das heisst, auf Teufel komm raus optimieren und Fehler verhindern. Nur: Durch ständige Verbesserung und Fehlervermeidung kann nie etwas wirklich Neues entstehen. Das braucht die Bereitschaft, Fehler zu machen. Wer das Neue plant, wird das Alte erhalten, allenfalls in verbesserter Form; das ist die einfache Logik der Bürokratie. Der Zwang zur Effizienz erfasst aber nicht nur das System und die ihm dienende Arbeitskraft, sondern den ganzen Menschen. Er muss sich restlos in den Dienst des Wachstums und der Optimierung stellen und effizienter leben, vom Gentest im Mutterleib bis zum eingeleiteten Tod. Was der Mensch dabei verliert, wissen wir nicht; vermutlich sich selber.
Das Problem, für das nur drastische Worte stark genug sind, lässt sich institutionell nicht angehen. Man kann das Büro nicht durch ein Büro ersetzen. Der Wandel muss beim einzelnen Menschen beginnen, der für seine Freiheit und seine Verantwortung einsteht, der auf den Nachweis seines Menschseins verzichtet, weil er ahnt (oder weiss), dass er es damit verliert. Diese Revolution der Freiheit kann nur beim Einzelnen beginnen, oder sie findet nicht statt. Der «Einzelne» heisst unangenehmerweise zuerst einmal: ich. Deshalb gibt es in diesem Heft noch weniger Antworten als sonst. Man muss sie selber finden.
Ich wünsche Ihnen viel Anregung und bleibe, bis in zwei Monaten, mit herzlichen Grüssen Christoph Pfluger, Herausgeber Zeitpunkt
«Bürokratie ist die Kunst, das Mögliche unmöglich zu machen.» Javier Pascal Salcecle