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Schlagwort: Sciencolution

Weltendrama: Alles nur, weil der Hippo campt?

Man sagt ja, der Mensch wolle nicht lernen, dass er aus der Geschichte nicht lernen wolle. Vielleicht muss der Hippocampus einfach mal ordentlich klimakatastrophisch durchgespült werden, um das fett gewordene, lahme Treiben zu beenden; damit der Menschen Kurz- und Langzeitgedächnis endlich verlässlich zusammenzuarbeiten beginnen. Statt Würschtli bröötlen mit dem Stecken könnten mit diesem kritsche Erkenntnisse aufgespiesst und ausgebacken im Gedächnis hippocampiert werden.

Das hätte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass auch die Köpfe nicht mehr in den Sand gesteckt werden: Mit dem Mund voll Erde lässt sich’s nicht gut panikschreien. Ob all die heiser gewordenen Menschen genug laut wären, die durch Gierlinge finanzierte Meinungsbildung zu übertönen, bleibt noch zu erforschen.

Unsere Recherchen ergaben, dass – insbesondere aufgrund der Sozialen Medien – immer mehr Hippoglampi hervorspriessen. Diese Glamping-Plätze bestehen überwiegend aus Glitzerhaufen mit einem Blendwert, der den von Sonnen übertrifft. Erste genetische Untersuchungen von Glam-Hippos ergaben, dass diese auf bestem Wege sind, eine neue Spezies zu begründen: Fleisch gewordene Glitzerbälle mit einem solch grossen Mund, dass sie Gefahr laufen, sich selbst zu verschlucken – was bis jetzt allerdings noch nicht dokumentiert werden konnte.

Hingegen wurde von Sisyphus berichtet, dass alle diese Monster beim Hochrollen auf den Berg der Erkenntnis explodiert seien. Namhafte Soziobiologen sprechen von einer allergischen Reaktion. Der Verband der Pharmaindustrie gab daraufhin bekannt, ein Zusammenschluss von Novartis, Pfitzer und Bayer würde schon länger mit Hochdruck an einem Antiallergikum arbeiten. Der personalisierten Medizin des Hippoglampus gehöre die Zukunft: Vor allem gewichtsstabilisierende Medikamente sowie Maulkörbe versprächen Gewinne, die sämtliche Hedgefonts und Pensionskassen sanieren könnten.

Führende Intellektuelle sehen das kritisch: Simple Logik gebiete, dass eine Gemeinschaft, die sich selbst auffrisst, keine nachhaltige Organisationsform sei. «Der Schlüssel ist, im Hippo nicht mehr zu campen.» So die Quintessenz aus ihrem Memorandum.

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Die Evolution von Vertrauen

Du möchtest gerne wissen, wie es die Ultra-Rechte Bewegung anstellt, derart Erfolg zu haben, und warum moderne Soziale Medien ihr perfektes Werkzeug dazu sind? Die Strategie «Flood the zone with shit» hat durchaus ein ernsthaftes, wissenschafliches Fundament.

Du möchtest wissen, warum sich in altbiblischen Zeiten «Auge um Auge, Zahn um Zahn» etablierte und warum Jesus‘ «die andere Backe hinhalten» nicht zum durchschlagenden Erfolg wurde? Der bedingungslos immer Kooperierende ist in der Tat der konsequente Verlierer, solange andere Wettbewerber ebenso konsequent egoistisch handeln.

Mathematik bietet wie immer fantastische Erklärungen an, hier in Form von Spieltheorie. Das Gefangenendilemma ist genau, was erklärt, warum in unserer Kulturevolution Kooperation nicht gegen Gier anstinken kann: Kurzfristig lassen wir unser Verhalten durch die Spielregeln definieren (sei egoistisch, weil es alle sind) – aber langfristig kann unser Verhalten das Spiel definieren, wenn wir unseren Geist bemühen (alle gewinnen, wenn alle kooperieren). Lasst uns diesen Geist bilden, indem wir spielen; Gamefication ist ja grad voll im Trend! 🙂

Screenshot des Spiels "Evolution of Trust"
Click me: Screenshot des Spiels «Evolution of Trust»

Dazu ein Video, das die Herkunft und mathematischen Hintergründe etwas erläutert:

Machen wir den Ultra-Rechten einen Strich durch ihre spieltheoretische Rechnung. Um die Quintessenz des Spiels zusammenzufassen:

  • Indem wir ihr und unser Spielverhalten analysieren und auch mal ein Auge auskratzen (hallo Wladimir).
  • Indem wir uns dem Nullsummenspiel widersetzen und auch mal ’nen verlorenen Zahn Zahn sein lassen (hallo Donald).
  • Indem wir klar und unmissverständlich kommunizieren (hallo ihr restlichen Troll*innen)

Der langfristige Erfolg steht unter mathematischer Garantie! 🙂

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Gerald Hüther – Frieden im Hirn

22.12.2022 In seinem Vortrag beschäftigt sich Gerald Hüther mit den Themen Mündigkeit, Bildung und Erziehung. Außerdem geht er der Frage nach, warum bei so vielen Menschen Denken und Fühlen voneinander abgekoppelt sind. Prof. Dr. Gerald Hüther ist Neurobiologe, Autor, Wissenschaftler und zählt zu den bekanntesten Hirnforschern Deutschlands. Praktisch befasst er sich im Rahmen verschiedener Initiativen und Projekte mit neurobiologischer Präventionsforschung. Er schreibt Sachbücher, hält Vorträge, organisiert Kongresse, arbeitet als Berater für Politiker und Unternehmer und ist häufiger Gesprächsgast in Rundfunk und Fernsehen. So ist er Wissensvermittler und -umsetzer in einer Person.

«Der Zustand der gegenwärtigen Welt ist das Ergebnis der Bemühungen von lauter Bedürftigen.»
Wie Schoggi.

«Liebe ist das unbedingte Interesse am Wachstum des Anderen.»
Ein Feuerwerk.

«Das Beste, was wir bis heute geschafft haben – mit dem „alten“ Denken – ist, Konflikte immer besser zu managen. Wir müssten aber Friedensstifter werden. Und merken, dass das zwei verschiedene Dinge sind: Managen tut man mit dem Verstand; Friedensstifter kann man nur mit dem Herzen werden.»
Pandoras Büchse der Wahrheit.

Prädikat: Genial!

Zur Zukunftssicherheit hier das Video nochmals lokal gehostet:

Gerald Hüther – Frieden im Hirn
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