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Monat: Mai 2026

Weltendrama: Alles nur, weil der Hippo campt?

Man sagt ja, der Mensch wolle nicht lernen, dass er aus der Geschichte nicht lernen wolle. Vielleicht muss der Hippocampus einfach mal ordentlich klimakatastrophisch durchgespült werden, um das fett gewordene, lahme Treiben zu beenden; damit der Menschen Kurz- und Langzeitgedächnis endlich verlässlich zusammenzuarbeiten beginnen. Statt Würschtli bröötlen mit dem Stecken könnten mit diesem kritsche Erkenntnisse aufgespiesst und ausgebacken im Gedächnis hippocampiert werden.

Das hätte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass auch die Köpfe nicht mehr in den Sand gesteckt werden: Mit dem Mund voll Erde lässt sich’s nicht gut panikschreien. Ob all die heiser gewordenen Menschen genug laut wären, die durch Gierlinge finanzierte Meinungsbildung zu übertönen, bleibt noch zu erforschen.

Unsere Recherchen ergaben, dass – insbesondere aufgrund der Sozialen Medien – immer mehr Hippoglampi hervorspriessen. Diese Glamping-Plätze bestehen überwiegend aus Glitzerhaufen mit einem Blendwert, der den von Sonnen übertrifft. Erste genetische Untersuchungen von Glam-Hippos ergaben, dass diese auf bestem Wege sind, eine neue Spezies zu begründen: Fleisch gewordene Glitzerbälle mit einem solch grossen Mund, dass sie Gefahr laufen, sich selbst zu verschlucken – was bis jetzt allerdings noch nicht dokumentiert werden konnte.

Hingegen wurde von Sisyphus berichtet, dass alle diese Monster beim Hochrollen auf den Berg der Erkenntnis explodiert seien. Namhafte Soziobiologen sprechen von einer allergischen Reaktion. Der Verband der Pharmaindustrie gab daraufhin bekannt, ein Zusammenschluss von Novartis, Pfitzer und Bayer würde schon länger mit Hochdruck an einem Antiallergikum arbeiten. Der personalisierten Medizin des Hippoglampus gehöre die Zukunft: Vor allem gewichtsstabilisierende Medikamente sowie Maulkörbe versprächen Gewinne, die sämtliche Hedgefonts und Pensionskassen sanieren könnten.

Führende Intellektuelle sehen das kritisch: Simple Logik gebiete, dass eine Gemeinschaft, die sich selbst auffrisst, keine nachhaltige Organisationsform sei. «Der Schlüssel ist, im Hippo nicht mehr zu campen.» So die Quintessenz aus ihrem Memorandum.

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Earth-Overshoot-Day der Schweiz 2026 am 11. Mai

Auch dieses Jahr ist es wieder soweit: Der Earth-Overshoot-Day schleicht sich durch das Schlechte Gewissen TM jener Menschen, die der narzisstisch geprägten Egomanie des Neofeudalismus noch nicht ganz erlegen sind.

Interessant am ersten Bild ist, dass die heutige KI, die ja erst eine statistische Rappelmaschine ist, trotzdem die Pointe treffend herauskristallisiert: Der Text „Uncle Greed“ auf der Fahne ist tatsächlich der Kreativität von Gemini geschuldet (bei der achten Generierung). Daraus könnte man fast schliessen, dass wissenschaftliche Daten noch die Hohheit haben über die Propaganda-Information von «menschlicher Erfindergeist und Technik werden alle Probleme lösen; und somit gibt es keine Probleme – nur Reichtum für alle, den wenige besitzen».

Wohl eher schmeichelt der Gemini-Code seinen Kunden, weil „Greed“ kausal zusammenhängt mit den Thermen Weltkugel, adipösem Uncle Sam und Hippie. Es wäre zu testen, ob bei Weltkugel, Gewinner Uncle Sam und f*cking hate them all der Uncle «Strong» heissen würde, mit dem Southern Cross im Hintergrund.

Glücklicherweise ist die ideale Bildkomposition nicht dabei. Dafür lässt die geistige Anstrengung, sich sein persönliches, perfektes Earth-Overshoot-Day-Bild zusammen zu kombinieren, die für Phantasie zuständigen Synapsen nicht heute schon verrotten. Das Gehirn wäre ja wie ein Muskel, sagt man: Gäbe Hirntraining ein Sixpack auf der Stirn, würden alle nur noch Schachspiele binge-watchen. Drehbuchautoren würden tausende Varianten entwickeln, wie man die geschlagene Figur umstossen kann… Aber ich schweife ab.

Earth-Overshoot-Day, here we go:

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