«Kürzlich träumte ich davon, wie wir in der Pfadi das Feuer löschten, indem wir darauf urinierten», sagt Albert Rösti stolz. «Ich dachte, das könnte uns doch auch heute gegen zu warme Flüsse helfen und gab noch am selben Tag eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Das Ergebnis ist äusserst vielversprechend!»

Nun soll das Konzept weiter verfeinert werden. Ersten Überlegungen des Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zufolge soll die Organisation der Menpower auf dem Zivilschutz aufgebaut und das notwendige Bier von der Freihof Brauerei in Gossau vorgehalten werden.
Die Frauenkommission der FDP schlug vor, zusätzlich direkt über der Kuppel Sitze zu installieren, damit auch Frauen bei der Kühlung Unterstützung leisten können. Weiterhin platzierte sie die Forderung, auch Mineralwasser zur Verfügung zu stellen, um dem Gruppenzwang zum Bier trinken entgegenzuwirken. In geleakten eMails scheint es der Frauenkommission mehr um den Geruch von Bierurin zu gehen, den sie schon zu Hause ertragen muss. Der SVP Zentralvorstand drohte in einer der eMails an den FDP-Präsidenten, das gesamte Projekt platzen zu lassen, sollte er seine Frauen nicht unter Kontrolle bekommen und verhindern, dass diese hoch über den Männern tronen.
In einer weiteren eMail ist dokumentiert, wie der SVP-Zentralsekretär mit der Freihof Brauerei den doppelten Preis pro Fass Bier vereinbart. Die SP gekündigte an, gegen eine derartige Vetternwirtschaft vorzugehen.
Der Sprecher der Vereinigung «Kein Neubau von AKWs» kritisierte das Konzept als «vollkommene Schnapsidee, die nicht nur nach Bier stinkt, sondern auch nach Korruptionsfilz». Es könne doch nicht angehen, dass erst mit staatlichen Subventionen ein Grosskraftwerk gabaut werde, das dann durch überteuerte Strompreise Gewinne abwerfe, während sich die Gierlinge auf Staatskosten besaufen und danach – quasi symbolisch – auf die Steuerzahler Wasser lassen.
Auch international sorgte das Konzept für Aufsehen: Bundeskanzler Friedrich Merz lobte die technische Biologieoffenheit, während Manuel Macron daran erinnerte, dass auch Wein herforragenden Urin ergebe. Gerne würde er ein paar Hektoliter spenden, wenn er im Gegenzug die Auswertung der Kühldaten geteilt bekomme.
Ebenfalls bemerkenswert ist eine Analyse von «Correctiv»: Umso mehr Politiker auf den Schutz der Mitwelt, die Transformation der Wirtschaft ins dritte Jahrtausend und den Niedergang der Mittelschicht pfeifen, desto mehr wollen sie auf AKWs urinieren. Dabei wüssten inzwischen ja alle: Pfeif‘ nicht, wenn du pisst!
