Ich bin ja bekanntermassen bekennender radikaler Verkehrsmittelrassist. Ohne zu zögern würde ich mit meiner Gitarre sämtliche Autos schon an der Stadtgrenze erschiessen. Selbstredend nicht nur die grünen: egal ob mit fetten Felgen oder dickem Auspuff; egal ob gestretcht oder tiefergelegt; getunt oder hochgepumpt; ob’s brummt oder knattert – keine Karosserie, kein Motor käme davon!
Das wäre meine Retourkutsche für meine vergewaltigten Stimmbänder und brennenden Augen. In Solidarität mit all den Kindern und Senioren, die ausser weinerlichen Lauten und keuchendem Husten nichts zu schiessen haben. Na ja, Tränen und Tröpfchen vielleicht.

Aber das müssen wohl alles Gewaltfantasien bleiben. Ohne armeeische Unterstützung in Form von akustikgelenkten Fernwaffen, die die von mir markierten Ziele hopps nehmen, wird das nichts. Abgesehen davon hätte ich den Anspruch, dass die Raketen die Fahrer erst mal am Kragen packen, am Strassenrand absetzen und ihnen links und rechts ein paar anständige Watschn geben; bevor die Kiste direkt in ihre Rohstoffe zerlegt und an den Recyclinghof geliefert wird.
Denn mal ehrlich: Wer verbraucht zweieinhalb Tonnen Material, um 80 Kilogramm Eiweisse, Fette und Wasser von A nach B zu bewegen? Das müssen Brüllaffen sein – Menschen tun sowas Idiotisches doch nicht.
Weiterführende Literatur:
https://www.swissinfo.ch/ger/mehr-ozonbelastung-in-beiden-basel-als-im-ganzen-letzten-jahr/91884731












