Die Angabe für den genauen Ort und Zeit folgen am 8. Juni.


Man sagt ja, der Mensch wolle nicht lernen, dass er aus der Geschichte nicht lernen wolle. Vielleicht muss der Hippocampus einfach mal ordentlich klimakatastrophisch durchgespült werden, um das fett gewordene, lahme Treiben zu beenden; damit der Menschen Kurz- und Langzeitgedächnis endlich verlässlich zusammenzuarbeiten beginnen. Statt Würschtli bröötlen mit dem Stecken könnten mit diesem kritsche Erkenntnisse aufgespiesst und ausgebacken im Gedächnis hippocampiert werden.
Das hätte höchstwahrscheinlich zur Folge, dass auch die Köpfe nicht mehr in den Sand gesteckt werden: Mit dem Mund voll Erde lässt sich’s nicht gut panikschreien. Ob all die heiser gewordenen Menschen genug laut wären, die durch Gierlinge finanzierte Meinungsbildung zu übertönen, bleibt noch zu erforschen.
Unsere Recherchen ergaben, dass – insbesondere aufgrund der Sozialen Medien – immer mehr Hippoglampi hervorspriessen. Diese Glamping-Plätze bestehen überwiegend aus Glitzerhaufen mit einem Blendwert, der den von Sonnen übertrifft. Erste genetische Untersuchungen von Glam-Hippos ergaben, dass diese auf bestem Wege sind, eine neue Spezies zu begründen: Fleisch gewordene Glitzerbälle mit einem solch grossen Mund, dass sie Gefahr laufen, sich selbst zu verschlucken – was bis jetzt allerdings noch nicht dokumentiert werden konnte.
Hingegen wurde von Sisyphus berichtet, dass alle diese Monster beim Hochrollen auf den Berg der Erkenntnis explodiert seien. Namhafte Soziobiologen sprechen von einer allergischen Reaktion. Der Verband der Pharmaindustrie gab daraufhin bekannt, ein Zusammenschluss von Novartis, Pfitzer und Bayer würde schon länger mit Hochdruck an einem Antiallergikum arbeiten. Der personalisierten Medizin des Hippoglampus gehöre die Zukunft: Vor allem gewichtsstabilisierende Medikamente sowie Maulkörbe versprächen Gewinne, die sämtliche Hedgefonts und Pensionskassen sanieren könnten.
Führende Intellektuelle sehen das kritisch: Simple Logik gebiete, dass eine Gemeinschaft, die sich selbst auffrisst, keine nachhaltige Organisationsform sei. «Der Schlüssel ist, im Hippo nicht mehr zu campen.» So die Quintessenz aus ihrem Memorandum.
Auch dieses Jahr ist es wieder soweit: Der Earth-Overshoot-Day schleicht sich durch das Schlechte Gewissen TM jener Menschen, die der narzisstisch geprägten Egomanie des Neofeudalismus noch nicht ganz erlegen sind.
Interessant am ersten Bild ist, dass die heutige KI, die ja erst eine statistische Rappelmaschine ist, trotzdem die Pointe treffend herauskristallisiert: Der Text „Uncle Greed“ auf der Fahne ist tatsächlich der Kreativität von Gemini geschuldet (bei der achten Generierung). Daraus könnte man fast schliessen, dass wissenschaftliche Daten noch die Hohheit haben über die Propaganda-Information von «menschlicher Erfindergeist und Technik werden alle Probleme lösen; und somit gibt es keine Probleme – nur Reichtum für alle, den wenige besitzen».
Wohl eher schmeichelt der Gemini-Code seinen Kunden, weil „Greed“ kausal zusammenhängt mit den Thermen Weltkugel, adipösem Uncle Sam und Hippie. Es wäre zu testen, ob bei Weltkugel, Gewinner Uncle Sam und f*cking hate them all der Uncle «Strong» heissen würde, mit dem Southern Cross im Hintergrund.
Glücklicherweise ist die ideale Bildkomposition nicht dabei. Dafür lässt die geistige Anstrengung, sich sein persönliches, perfektes Earth-Overshoot-Day-Bild zusammen zu kombinieren, die für Phantasie zuständigen Synapsen nicht heute schon verrotten. Das Gehirn wäre ja wie ein Muskel, sagt man: Gäbe Hirntraining ein Sixpack auf der Stirn, würden alle nur noch Schachspiele binge-watchen. Drehbuchautoren würden tausende Varianten entwickeln, wie man die geschlagene Figur umstossen kann… Aber ich schweife ab.
Earth-Overshoot-Day, here we go:




Der weltbekannte Pharma- und Konsumgüterhersteller Umbrella Corporation hat in ihrem jüngsten Kommuniqué eingestanden, dass das Zombie-Virus bereits vor fast 20 Jahren mit Hilfe von Apple freigesetzt wurde – und dies äusserst erfolgreich. Die weltweite Verbreitungsrate hätte alle Erwartungen übertroffen und Kultur- und Ländergrenzen gleichermassen gesprengt.
Das Ziel der Unsterblichkeit sei aber noch nicht erreicht. Die Forscher kämpften im Gegenteil mit einer Herabsetzung der Lebenserwartung: Des Virus Wirkung auf das Gehirn verursache je nach Persönlichkeit körperliche Degenerationen entweder durch zu wenig Bewegung, exzessive Überbelastung, der Zuführung von zuviel oder zuwenig Nährstoffen. Statistisch relevant wären auch Selbsttötungen, da diese erstaunlich früh erfolgten. Alles deute auf einen eliminierten Selbsterhaltungstrieb durch das Virus, die Symptome wären ansonsten diametral widersprüchlich.

Als überraschend wirkungsvoll hätte sich der kumulative Effekt verschiedener Sozialer Netzwerke erwiesen. Simulationen der Epidemie hätten nicht erwarten lassen, dass Unternehmer derart effizient den Markt mit Gratis-Applikationen fluten würden, so dass weitgehend alle Charakterprägungen von Menschen infiziert werden konnten. Inzwischen würden sogar teure Abomodelle sensationelle Erfolge in der Zombiefizierung feieren. Diese selbstverstärkende Wirkung sei dermassen erfolgsversprechend, dass Umbrella, Tiktok, Meta und X einen Interessenverband namens Deep State gründeten und nun um weitere Mitglieder werben.
Ein Sprecher von Corporation Watch erklärte, dass das offizielle Statement von Umbrella darauf hindeute, dass ihr Vorstand keine Angst mehr vor Regulierungen habe. Es wurde schon länger spekuliert, dass Umbrellas eigenes Politiker-Netzwerk Sesselpoopers nicht ohne Eigennutz gegründet wurde. Komerziell betrachtet müssten die Lizenzgebühren für die bei Tencent eingekauften Dark Pattern absolut ruinös sein, was nahe legt, dass der Return of Invest längerfristig angelegt ist.
Aus der zu 100 Prozent verlässlichen Quelle Google Gemini habe ich heute dieses Foto erhalten. Es zeigt den amerikanischen Prototypen einer autonomen Killerdrone der nächsten Generation: Bei einem Spatz wurden mit CrisprCAS alte Gene aus der Zeit vor 66 Millionen Jahre reaktiviert. Dabei wurden auch Zähne vergrössert und die Bisskraft erhöht.

Um eine Programmierung von OpenAIs ChatGPT hochladen zu können, wurde eine USB-C-Schnittstelle implementiert. Dem Pentagon zufolge lägen zur Zeit die grössten Probleme in der Gesichtserkennung, da T-Rex-Augen und visuelles Zentrum des Spatzenhirns nicht direkt zur Unterscheidung menschlicher Gesichter geschaffen seien – dies würde noch knifflige Anpassungen erfordern.
Bei ersten Tests soll ein ICE-Agent erheblich verletzt worden sein, als er das Foto eines illegalen Migranten programmieren wollte. Donald Trump feuerte den wissenschaftlichen Projektleiter umgehend, weil der Agent überlebte. Noch mehr wie seine Feinde hasse er Versager, soll er laut einer anonymen Quelle gesagt haben.

Irgendwie bin ich doch erstaunt, dass im Artikel von Deutschlandfunk Kultur (Eine Monatsmiete für zwei Stunden Live-Musik) der Vorstandsvorsitzende von Eventim bei der Erklärung, warum Konzerttickets dermassen teuer geworden sind, seine hervorragenden Margen nicht erwähnt. Als gewiefter Manager müsste er doch stolz darauf sein, was er mit Eventim erreicht hat? Er hat es geschafft, Künstlern aus der Tasche zu ziehen, was Spotify übrig lässt. Selbst als Satire-Songwriter ziehe ich meinen Hut vor diesem brillianten Gierling; man kann sogar von ihm lernen, wie man mit der Konkurrenz fusioniert, obwohl das Kartellamt etwas dagegen hat. 1)
Falls ein geneigter Leser seinen Goldenen Hut zu klein findet: Bei Künstlern und deren Publikum ist noch Geld zu holen, nachdem andere Branchen ja schon grösstenteils ausgeplündert sind. Und Eventim wie auch Ticketmaster brauchen Konkurrenz – es heisst ja, sie belebe das Geschäft! 2)
Für meinen Teil habe ich mich entschieden, auf Teufel komm‘ raus Menschenschinder und Sklaventreiber zu boikottieren. Meine Songs würden ja sowieso nur auf Platz Eins landen. 🙂
Deutschlandfunk Kultur: Eine Monatsmiete für zwei Stunden Live-Musik
https://www.deutschlandfunkkultur.de/konzerttickets-livemusik-preise-musikbranche-100.html
Quellen
1) Dirty Little Secrets – Geheimnisse der Musikindustrie (Folge 3):
https://www.ardmediathek.de/video/dirty-little-secrets-geheimnisse-der-musikindustrie/folge-3-die-verschwundene-firma-s01-e03/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2NjODEyYTczLWRiNjMtNGJkZC1iMmY2LTQ1NGU4ZTc0MWEzZA
2) ZDF Magazin Royale: Mit Fantasiegebühren zum Eventimperium
Irish Night zusammen mit Red Shamrock
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