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Wo ist die Schlauheit geblieben?

Wo ist die Schlauheit geblieben?
Wo ist die systemische Schlauheit

Wo ist die systemische Schlauheit

Jene Persönlichkeiten, die in der Lage waren, das ‹Ewige Spiel›™ zu durchschauen und intelligente Pläne dagegen zu schmieden, wurden und werden seit rund 2–3 Jahrtausenden überaus konsequent und systematisch, vorsätzlich und in der Regel zur Abschreckung brutalst aus dem Spiel genommen. Woher aus dem Pool der menschlichen Intelligenz soll denn die systemische Schlauheit kommen, um von der Komplexität der Moderne nicht überrollt zu werden?

Die Mont Pèlerin Society in der Anstalt

Die Mont Pèlerin Society in der Anstalt

 

Liebe Presse-Analysestelle der Mont Pèlerin Society

Dies ist ein zwar ekliger, aber bloss kleiner Blog über Sie. Meine Reichweite hier ist ziemlich klein und die Zukunft wird weisen, wie dieser Blog bei Suchmaschinen ranken wird. Allerdings gehe ich heutzutage davon aus, dass Sie davon ausgehen, das Spiel gewonnen zu haben. Und ich bin beinahe geneigt, diese ihre Ansicht zu teilen. Wenn wir den «Point of no Return»** der Vermögens-Umverteilung noch nicht hinter uns haben, ist er bestimmt nahe (selbst bei Berücksichtigung der Tatsache, dass vielleicht 6/7 des globalen Vermögens real nicht gedeckt sind, möchte ich vermuten).

«Gut» und «Böse»

In Konsequenz könnte dies bedeuten, dass sich die Woge, die Sie aufzutürmen geholfen haben, nicht mehr glätten lässt. Es also auf ein duales Kräftemessen der Pole hinausläuft, ob alt-testamentarisch «das Individuum dem Wohle des Systems (z.B. Clan) dient» oder «das System dem Wohle des Individuums dient». Zweiteres betrachte ich als ein Realkonzept der Liebe, das sich mit dem Neuen Testament erstmals historisch markant durch setzte.

Manchmal denke ich, dass dieser ewige, epische Kampf zwischen «Gut» und «Böse» Ihrer Philosophie entspricht: Länder, Kulturen wie auch Städte, Clans und Familien sollen sich evolvieren wie die Gene – in einem hochdynamischen Überlebenskampf müssen sich die Stärksten durchsetzen. Auf Kosten der unterlegenen, die die eigentliche Arbeit leisten und den Blutzoll bezahlen.

Diese legitime Herangehensweise an das Leben betrachte ich persönlich nicht als Böse an sich, sie hat auf Ebene der Gene – der Arten – immerhin uns Menschen hervor gebracht. Aber wenn man versteht, was Intelligenz und Erkenntnis in sich bedeuten, muss man zum Schluss kommen, dass auf geistiger Ebene die Prämissen grundsätzlich neu gestaltet werden müssen, damit Meme sinnvoll evolvieren können. Die «Dunkle Seite der Macht»™ brilliert weniger mit erquickender Innovation als mit kompromisslosem Streben zum Monopol, Die Natur funktioniert demnach in einem hoch komplexen Gleichgewicht von unzähligen Teilen, die zum absoluten Monopol streben. Kommt es zu einem solchen, wird kahl gefressen bis zum eigenen Untergang, worauf ein Neustart die Verhältnisse neu Regelt.

Dilemma

Das Grunddilemma besteht darin, dass das Schwert (das Gen) immer über das Wort (das Mem) obhand nimmt – Neid, Habgier und Missgunst korrumpieren langfristig jedes noch so geniale System, wie die Geschichte beweist. Grossmut, Grosszügigkeit und Nächstenliebe sind keine kulturellen Errungenschaften, es sind individuelle Entscheidungen, die ständig neu getroffen werden müssen: Das haben Sie gut verstanden und sorgen erfolgreich dafür, dass wir uns durch die von Ihnen geschührte Angst «freiwillig» nicht für eine ehrliche Selbstreflektion entscheiden.

Gegen dieses Verständnis des Menschseins kann man nicht viel sagen – eigentlich ist es ja «voll bio». Aber eben, wir sind Menschen und es kommen Intelligenz und Erkenntnis zum «bio» – zum Gen – hinzu. Zweifelsfrei muss die Intelligenz erkennen, dass das Ringen zum Monopol auf Mem-Ebene eine zerstörerische Energieverschwendung ist. Wenn beispielsweise Ideen wie Hygiene und Kanalisation verloren gehen, nur weil der andere Kerl seine Energie in ein längeres Schwert investiert hat, ist das objektiv dumm – die Erkenntnis vorausgesetzt, dass er eigentlich nicht in seinem eigenen Kot vegetieren müsste. Intelligenz muss hier zwangsläufig ein Potential zur Verbesserung erkennen, vor Allem wenn sie ein Kerl ist. Aber eben, er tut’s meistens nicht: Fremdes ist Scheisse, sagen die Gene.

Vevey–Mont Pèlerin Standseilbahn

Vevey–Mont Pèlerin Standseilbahn: Der Aufstieg in die Zukunft ist nach wie vor ungewiss.

Erkenntnis

Eine faire Welt ist keine kulturelle Errungenschaft, sie ist eine individuelle Entscheidung. Exakt daraus ist die These entstanden, dass es keine extraterrestrischen Intelligenzen gäbe, da sie sich zwangsläufig selbst in die Luft blasen, bevor sich ihre Genialität von der materiellen auf die geistige Ebene erhoben hat.

Bitte lesen Sie nochmals den vorhergehenden Absatz.

Bitte lesen Sie den vor-vorhergehenden Absatz nochmals!

Da ich nicht im Traum auf die Idee käme, Sie nicht für hoch intelligent zu halten, bleibt mir nur ein Schluss: Sie sind neidisch, habgierig und missgünstig. Wie dargelegt ist das zumindest ausserhalb des eigenen Clans in Krisenzeiten evolutionär legitim, aber ich halte dagegen mit Informationen zur Erkenntnis. Bitte fügen Sie dies Ihrem Datensatz über mich hinzu – wenn es einen oder zwei von Ihnen zum Nachdenken über Ihren neoliberalen Auftraggeber verleitet, hat sich meine Mühe gelohnt.

Letztlich muss man erkennen, dass Ihre feudale Schmarotzerrolle das Gesamtsystem regelmässig bedrohlich ins Wanken bringt. Und Intelligenz Wege finden kann, sich von Parasiten zu befreien, wie es Gene in der Regel nur schwer verwirklichen. Nun ja, Sie wollen einfach spielen, nicht wahr? Und den absoluten Sieg – solange sich Ihre Intelligenz nicht transzendiert hat. Wie nur kann man nicht sehen, dass diese Ihre Lebensphilosophie mit der Moderne, dem Anthropozän, nicht kompatible ist? Unsere Technik ist schlicht zu mächtig für Habgier. Dies kann selbst die Mont Pèlerin Society nicht ändern.

Freundliche Grüsse

 

** Point of no Return – nach dem ist eine «Zurück-Umverteilung» nur noch durch ein neues Gewaltmonopol möglich, da das alte druch die Vermögenskonzentration konrolliert wird: Schon heute kann man durch Arbeit alleine kaum noch reich werden oder einen Prozess gegen einen Grosskonzern gewinnen. Dieses Problem behebt die Kulturevolution im allgemeinen Analog der schweizerischen, französischen, amerikanischen oder russischen Revolution – mit erheblichem Blutzoll also. Wir sollten das vermeiden, wenn wir schlau sind. 


 

Für den geneigten Leser hat sich dieser Artikel von Telepolis in den Social Media hervor getan. Ein Porträt ist auf LobbyControl wie auf Wikipedia zu finden.

Von Bernard Wabke gibt es von 2004 die Schrift «Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft – Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pèlerin Society». Der Mann hat sich offensichtlich mit dem Thema Neoliberalismus und dessen Systemübernahme auseinander gesetzt. Erschienen im VSA-Verlag. Vergriffen, pdf unter obigem Link. .

Die volle Anstalt vom 7.11.2017 auf YouTube:

 

Bürokratie: Die Optimierung der Sackgasse

Bürokratie: Die Optimierung der Sackgasse
Zeitpunkt Nr. 130 Cover

Zeitpunkt Nr. 130

Ein wunderschönes Editorial im Magazin «Zeitpunkt» Nr. 130. Dem habe ich wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Ein Plädoyer zum Mut für Antworden, die es nur in Form von Möglichkeiten gibt.

Liebe Leserinnen und Leser
Es ist verrückt: Alle wollen nur das Beste, oder, wie man heute sagen muss: die Optimierung. Aber heraus kommt eine Steuerungs- und Kontrollmaschine, die nicht nur die Grenzen der Wirksamkeit erreicht hat, sondern einen Schaden anrichtet, der uns schon bald tüchtig um die Ohren fliegen wird. Die Bürokratie verlangt heute für alles einen Nachweis, auch für die kleinen Dinge, die bis vor kurzem noch in die Domäne des gesunden Menschenverstandes und der individuellen Verantwortung fielen. Der Mensch wird ersetzt durch Funktionsträger, entweder indem er sich in einen verwandelt oder indem er vertrieben wird. Deshalb verschwinden heute in vielen Institutionen gerade die Leute mit Herz, Geist und Schöpferkraft. In einer derart gemanagten, menschenleeren Gesellschaft wird es definitiv keinen Spass mehr machen.
Dass niemand das gewollt hat, deutet auf Zwänge hin. In der Tat: Unser nach Zins und Wachstum geeichtes Wirtschaftssystem erfordert immer höhere Effizienz – von allem. Das heisst, auf Teufel komm raus optimieren und Fehler verhindern. Nur: Durch ständige Verbesserung und Fehlervermeidung kann nie etwas wirklich Neues entstehen. Das braucht die Bereitschaft, Fehler zu machen. Wer das Neue plant, wird das Alte erhalten, allenfalls in verbesserter Form; das ist die einfache Logik der Bürokratie. Der Zwang zur Effizienz erfasst aber nicht nur das System und die ihm dienende Arbeitskraft, sondern den ganzen Menschen. Er muss sich restlos in den Dienst des Wachstums und der Optimierung stellen und effizienter leben, vom Gentest im Mutterleib bis zum eingeleiteten Tod. Was der Mensch dabei verliert, wissen wir nicht; vermutlich sich selber.
Das Problem, für das nur drastische Worte stark genug sind, lässt sich institutionell nicht angehen. Man kann das Büro nicht durch ein Büro ersetzen. Der Wandel muss beim einzelnen Menschen beginnen, der für seine Freiheit und seine Verantwortung einsteht, der auf den Nachweis seines Menschseins verzichtet, weil er ahnt (oder weiss), dass er es damit verliert. Diese Revolution der Freiheit kann nur beim Einzelnen beginnen, oder sie findet nicht statt. Der «Einzelne» heisst unangenehmerweise zuerst einmal: ich. Deshalb gibt es in diesem Heft noch weniger Antworten als sonst. Man muss sie selber finden.
Ich wünsche Ihnen viel Anregung und bleibe, bis in zwei Monaten, mit herzlichen Grüssen Christoph Pfluger, Herausgeber Zeitpunkt
«Bürokratie ist die Kunst, das Mögliche unmöglich zu machen.» Javier Pascal Salcecle

Israel and Iran love each other!

Israel and Iran love each other!

(at least the 99% over there)

Revolution

This is Ronny, and on his Facebook page he wrote (or israelovesiran.com):

Israel loves Iran

Israel loves Iran

«To the Iranian people, to all the fathers, mothers, children, brothers and sisters

For there to be a war between us, first we must be afraid of each other, we must hate. I’m not afraid of you, I don’t hate you. I don t even know you. No Iranian ever did me no harm. I never even met an Iranian. Just one in Paris in a museum. Nice dude.

I see sometime here, on the TV, an Iranian. He is talking about war. I’m sure he does not represent all the people of Iran. If you see someone on your TV talking about bombing you – be sure he does not represent all of us.

I’m not an official representative of my country. I m a father and a teacher. I know the streets of my town, I talk with my neighbors, my family, my students, my friends and in the name of all these people, we love you. We mean you no harm. On the contrary, we want to meet, have some coffee and talk about sports.

To all those who feel the same, share this message and help it reach the Iranian people. Ronny, tel aviv»

48 hours after Ronny posted the page (March 19th) he got answers from Iranians. As I write this (March 24th), he got over 30’500 likes. Here it is another campaign with over 6500 likes already:

Peace fingers

Peace fingers

Wow! I love to imagine how revolution spreads to Iran (again), from the Arabs to the Jews, finally to the christian and hindu world. All ending in one big r-evol-ution. Has it really started, the myth of 2012? The Change? Is evolution to bring mind on a new level? Families to unite over interreligious borders? Bringing peace to the Middle East? Nationalism is dead. It has to be!

Be tolerant! | Minaret ban – embarrassed to be a swiss

Neoliberalism buys greece while people live on Facebook

Neoliberalism buys greece while people live on Facebook

Some things I’d like to knit together:

Greece wants to push privatization of state enterprises for dept reduction. (For reasons why the IWF wants that see the movie «Let’s make money».)

35% of IPhone or Android smartphone owners check an app while still in bed in the morning. Social Networks are the most popular apps (Study on behalf of Ericsson).

A lecture about sexual fetishes at the Northwestern University in Chicago was canceled, because the prof invited the students to a live demonstration of sex toys and the female orgasm after the lecture. Parents went amok.

As you may know, Osama Bin Laden got killed last monday. Most probably I think because one wanted to avoid the possibility of terror acts to release Osama.

Finally I stumbled over the term «autopoiesis», a term used in system theory. Sociological systems (after Lehmann) are not made by actors, but only by communication. Sociological systems produce and reproduce themselves through communication. Reference points are only seemingly actors or the environment (you and me), in fact the reference point of communication is an inner picture that follows the system’s own laws (the system’s dogmas), thus communication uses itself as reference.

Cross-linked or caught thinking?

Cross-linked or caught thinking?

Translated that means things like «murder and violence is bad», «greed is bad», «sex is bad», «produce CO2 is bad», but «killing Osama Bin Laden is good», «cheating for riches is good» (especially if you don’t see the betrayed ones, eg. with shares), «having sex is good» (at least if you don’t talk about), and «being always on the move is good» too (or else you may start to feel yourself).

Obviously it’s something wrong here, but as long as one stays in the autopoiesic system there’s no conflict because one follows the system’s rules: One is system blind. The consequence is that there is no big chance to change the world from outside or top-down, simply because there is nothing wrong in communications if everyone agrees to the inconsistence.

To change for a New World, each of us has to leave the autopoiesic system – change from inside out is the only way. True is not what you see or hear, nor what you think (well, sometimes) – true is what feels just right in your heart. So, we need an autopoiesic system of hearts – not of communications – because your heart will never fail if you listen quietly. (Don’t let your brain fool you about this: Your heart doesn’t talk in your head!)

This is very complex stuff to fill books, and English is not my mother tongue. If you don’t like to ask or meditate about this, you may better check in your bed before sleep what your Facebook friends had for dinner today. «That is good – this text is tiring (aka bad)». Maybe check your «Greece Ltd» shares too, they might have put on a revolution to ruin you (not to get their country back).

Nehmt ihnen das Geld weg!

Nehmt ihnen das Geld weg!

WoZ: Die einzig lesenswerte schweizer Zeitung!

WoZ: Es superreich(t) jetzt!

WoZ: Es superreich(t) jetzt!

Ich habe ein ziemlich schlechtes Gewissen, den geklauten Inhalt der WoZ zum 1. Mai hier zu posten – aber alleine schon das Titelbild nicht schweizweit per Zwangsverordnung und Strafandrohung zu verbreiten, hielte ich für ein Verbrechen, geschweige denn von der Einleitung zum Hauptartikel:

Bei der Lohnverteilung, bei der Abgabenpolitik, bei der Vermögensentwicklung: In der Schweiz findet eine gigantische und systematische Umverteilung von unten nach oben statt. Das belegt der «Verteilungsbericht» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, der diese Woche erschienen ist.

Wie gigantisch die Umverteilung ist, zeigt sich beim Betrachten der Zahlen: Das Lohnwachstum der Mehrheit der Beschäftigten blieb unter ihrem Beitrag an die Produktivität, die Zahl der Gehaltsmillionäre hat sich hingegen in den letzten zwanzig Jahren verfünffacht. Systematisch wird die Umverteilung von der Politik ermöglicht: Direkte Steuern, die progressiv wirken, werden durch indirekte Abgaben ersetzt. Mit der Folge, dass einer Familie mit tiefem Einkommen von ihrem Lohnzuwachs noch ein Zehntel, einer Familie mit hohem Einkommen alles bleibt (vgl. Seite 3).

Dass die Umverteilung mit voller Absicht erfolgt, wurde diesen Frühling exemplarisch an der Unternehmenssteuerreform II ersichtlich: Nachdem bekannt wurde, dass sie für Aktionärinnen Steuergeschenke in Milliardenhöhe bringt, von denen der verantwortliche Finanzminister Hans-Rudolf Merz im Abstimmungskampf nichts gesagt hatte, trat das Parlament nochmals zusammen. Nicht wider besseres Wissen, sondern im besseren Wissen beschloss es, die Steuergeschenke zu akzeptieren.

Auf der WoZ-Site ist weiterhin ein 10-Punkteplan zu finden, wie wir den Reichen das Geld wegnehmen können. Damit ich nicht in falschem Licht da stehe: Ich will es ja nicht haben, zumindest nicht direkt. Aber wenn unser aller Lebenshaltungkosten etwas sinken, wäre ich um meinen kleinen Anteil natürlich nicht traurig – so wenig wie Du! Dafür würde ich es begrüssen, wenn wir für energie- und materialintensive Produkte und Dienstleistungen der Kostenwahrheit entsprechend bezahlen müssten; die Lebenszyklen heutiger Produkte sind um ein mehrfaches zu kurz. Allerdings könnten diese helfen, für eine Neue Welt Produkte schnell und flächendeckend durch effizientere und langlebigere zu ersetzen – wenn man sich dazu entschliessen würde.

Wer den Film nicht gesehen hat, muss das unbedingt nach holen: Let’s make money, ein Stück Kunst!

ZDF-Doku: Finanzkriese 2.0 – nichts gelernt?

Blog Action Day: Poverty — Poor at Heart

Aber ich vermute, wer hier auf meinem Blog landet, ist sich all dessen schon bewusst. Ich kann nicht viel mehr sagen als «Du bist nicht alleine – go for it!», lass Dich nicht unterkriegen! :peace:

Change in Middle East: Why now?

Change in Middle East: Why now?
Islam wohin? (Gerd Altmann, pixelio.de)

Islam wohin? (Gerd Altmann, pixelio.de)

It’s facinating to see the world’s regions in a kind of likewise status: The fear of Islam and migration gave us a distinctive shift to the right, with a result of xenophobic politics and things like the initiative for a minarett ban. The sudden popularity of nationalism amd rassism surprised politicians and intellectuals. Now is the same thing in the Middle East: Politicians, despots and intellectuals are surprised how fast peaceful protests spread all over the region. The global public was not aware how near the tipping points were and are. Me included.

So the questions coming up: Who benefits from the situation? And why now?

I think the economic crisis plays a major role in the game. Costs of living are rising everywhere. And like my father alway said: You can deny your people food or the right to speak – but not both. And the crisis took the food (through price increase) – so people stand up, where they cannot speak (or are not heard).

Then, if one would belive in conspiracies, it could be a modern kind of scorched earth policy: If we cannot have them, nobody should have them – where nobody is China. China can can get economic control – what it will – but not political anymore, because the corrupt leaders are gone. If a country becomes democratic, it becomes self-determined. You can control a despot in a direct manner, but not a democracy: Berlusconi cannot control Italy like Gadhaffi can do in Lybia.

So if the economic crisis is a contingency like 9/11, then it was damn good luck for the neoliberals, always in the right time. First a long game of dominating the Middle East, which was control though a kind of balance of force (terror vs repression). When it got to dangerous, the USA made its threat real to gain balance again: We CAN shoot! But the islamic world was not terrorized. The attempt to conquer Iraq followed, politically possible because of 9/11: Democracy through a military strategy. Then the crisis, government depts, new credits, austerity policies, price increases, you know the stuff.

Trend (Gerd Altmann, pixelio.de)

Trend (Gerd Altmann, pixelio.de)

Everything is, if not good, perfect for the neoliberals. Either way to redistribute money from down upwards, to gain profit in other ways or to buy stability and control. If it works like this the crisis was a high price, yes, but the bill is paid by you and me. Banks get our money through old-age provisions, make governments to need money, lend it, and we pay the interest for our own money throuigh taxes. And they get all the transaction fees. Crappy game.

However, I wish the New World Movement will be as «lucky» in the next decades as the Neoliberals were in the last. It’s facinating to see that not only the powerful can play the claviature of fear! I bet the cumulative fear of all regimes right now is a global record. Satisfactory to see the masses stay calm allthou they get shot at and that thugs cannot seed riots. All together I think it’s a sign and the world is not the same anymore, inshallah!

Wikileaks: Sience Fiction is Now

Wikileaks: Sience Fiction is Now
Wikileaks Logo

Wikileaks Logo

This title is misleading a bit, it should be «Society Fiction» – but it sounds better as it is.

Support the AVAAZ-Wikileak-Petition: http://www.avaaz.org/en/wikileaks_petition/?vl

I’m sure all of you know books and films about corporate groups or governments trying to establish split societies in some kind to secure the position of the upper caste. Usually they have the monopoly on violence, the others have ideology and some clubs.

Or an archer’s bow, like the probably – at least in western culture area – most famous english outlaw. Or the legend of Willhelm Tell here in Switzerland. Well, I don’t want to get melodramatic. 🙂

As I see the world, we are going to lose what unions and social parties where fighting for in the last hundred years. And the most frustrating is: We’re losing it in a democratic way. We vote for less freedom, less wealth, more animosity, while the upper caste gets richer than ever. We let our fears stoke and shut ourselves away in nationalism and fanaticism. We’re freezing, while bullets of social, economical and ecological disasters are howling in one’s ears.

Now, knowledge – here we are again. As long as lower classes got some democratic power, today’s politics work as long as the public doesn’t know about real motivations of the upper class. Ever wanted to be a fly on a wall while some ruling men (yes, men – usually no women) speaking clear words? Wikileaks is your ticket!

For some decades leading think tanks believed that free societies and free markets will be followed automatically by wealth. That is not completely untrue, but we see that this philosophy ignores health of life and the globe – the neoliberal market is backfiring at our livelihoods. Equally the free Internet – THE synonym for a free society – is backfiring now: in form of Wikileaks. A truly free Internet is not compatible with a two class society – that is what we can see now and what is, or was, science fiction.

That is why today’s free Internet is so important for future – or so dangerous, for them. If we will get some china-like Internet – and I’m sure they will try, e.g. in the name of terrorism – cheerless science fiction will come true, a second Dark Age. Maybe we can see China as testing area for the successor philosophy of neoliberalism.

In your own interest, support Wikileaks to build the New World: http://www.avaaz.org/en/wikileaks_petition/?vl

Speaking of media on this wide topic, Isaac Asimovs Foundation comes to my mind, Frank Schätzings Limit, John Brunners Shockwave Rider, Gattica, or the TV-series Babylon 5. What’s on yours?

To be clear: I don’t believe in a global, one voice conspiracy towards a two class society, more in a system of similar believes which makes competitive groups to friends because of the same enemy: That is loss of power and wealth in the own clan. And maybe a few ideologists who believe in Social Darwinism. But I don’t need to tell you that we are here to help each other…