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Kernschmelzen: Die Halbwertszeit von Information

Kernschmelzen: Die Halbwertszeit von Information

Das alles ist unendlich tragisch und auch so unnötig. Man weiss, dass es Tsunamis gibt, 10m und mehr. Man weiss, Atomreaktoren sind eine Hochrisiko-Technologie. Man weiss, dass die Geschichte einem lehrt, dass man aus der Geschichte lernen sollte. Nur reicht nie eine einzelne Havarie – nicht mal deren zwei, wenn sie nicht genug gross sind, zu wenig Opfer fordern oder zeitlich auseinander liegen. Oder einfach, weil man nur bis eins zählen kann – was bedeuten müsste, dass wir es gar nicht können.

Kernschmelzen

Schwarz-gelbe GlŸhbirnen (2011)

Schwarz-gelbe GlŸhbirnen (2011) (Klick für Quelle)

Jetzt ist ja eine erste, ungefähre Statistik möglich: Seit 1942 gab es 10 Kernschmelzen (wenn ich auf Wikipedia richtig zählte). Unfälle der Stufen INES 3 – 4 gelten für den Gesetzgeber als GAU (grösster anzunehmender Unfall/Auslegungsstörfall), was meinen will, dass ein AKW bei uns eine Strahlenfreisetzung bis zur Stufe INES 4 von der Umwelt isolieren können müsste. Wieso bloss können sie das nicht?

Blöderweise gibt es da noch die Stufen INES 5 bis 7. Tschernobyl und Fukushima gelten als Stufe 6, Three Mile Island und Tokai-mura als Stufe 5. Ausser Tokai-mura (Brennelementefabrik) waren alle drei teilweise oder ganze (Tschernobyl) Kernschmelzen, die von ihrer Natur her NICHT kontrollierbar sind, also nur Glück schlimmeres verhindern kann.

Bei einer auf AKW-Unfälle fokussierten Rechnung mit Kernschmelzen seit 1942 ergibt sich ein Mittel von einem Super-GAU auf 23.3, eine Kernschmelze alle 7 Jahre.

Also alle 7 Jahre ein zufälliges Nicht-Auftreten eines INES grösser 4, der zuverlässig durchschnittlich alle 23 Jahre eine Atomgruppe engagiert, die dann einen strahlenden Auftritt hat. Dieses Risiko wird man vermutlich wieder eingehen, da man meint, keine Alternativen zu haben. Die Politikermehrheit wird – nach anfänglichem, wahltaktischem Hyperaktivismus – da nichts ändern, wenn WIR sie nicht dazu bewegen. Aber genau dasselbe WIR braucht immer mehr Energie, mehr PS, mehr Stoff, zum Wachstum, zur Verschwendung, you know.

Ohne Super-Duper-Hyper-Mega-unglaublich-alles-killende-mega-GAU (ob ökonomisch, ökologisch, nuklear, oder wie auch immer) wird die Wachstums-Kuh nicht geschlachtet werden. Die zig blauen Augen, die wir längst haben, reichen nicht. Es wurde bis kürzlich kein Beben der Stärke 9 gemessen, wie auch kein INES 7. Das Beben hatten wir. Schon blöd, wenn man nicht zählen kann.

Von daher, ja, scheisse nochmal, hoffe ich, dass die Winde der Evolution uns gut gesonnen sind und möglichst viel von Japan für die nächsten 20’000 Jahre zur Sperrzone machen. Aber selbst hier halte ich menschliche Kollektive für fähig, das mit den Jahren unter „Shit happens – so what?“ ab zu buchen. Immerhin: Radioaktive Wahle werden sie wohl nicht mehr essen. Ist das nun gut oder schlecht?

Die wirkliche Katastrophe finde ich, wie der Positiv-GAU in Bahrain mit Unterstützung anderer Emirate (und damit amerikanischer) nieder geknüppelt wird. Der Anfang einer selbständigen, selbstverwalteten und unabhängigen Arabischen Welt könnte heute wohl nicht nur Kick sein für eine Energiewende, sondern auch für eine globalpolitische…

Die Halbwertszeit von Information

Information

Information (Klick für Quelle)

„Interessant“ ist nur, wo’s am meisten Tote gibt. So scheint Ägypten jetzt schon wieder vergessen zu sein. Die Halbwertszeit menschlicher Erinnerungen scheint direkt abhängig von der Zahl der Toten. Wer erinnert sich denn noch an den letzten Tsunami? Das waren 230’000 Opfer, 2004, 6 Jahre: Ein Jahr Medienaufmerksamkeit für knapp 40’000 Tote – das ist nicht billig, das ist gratis. Wer sprach vor letztem Freitag noch von Tschernobyl ausser WoZ, Publik Forum und ARTE?

Nachweislich sinnlose Kriege, hyper-Öko- oder Finanz-super-GAU, Höhere Gewalten: egal, nichts hilft. Ich finde, man sollte global die Forschung darauf konzentrieren, die Halbwertszeiten von Plutonium und Erinnerungen zu tauschen. Ein solches oder anderes Wunder wird wohl nötig sein, um das Wunder Bewusstsein zu retten. Aber wer sagt, dass Wunder unsterblich sein müssten: Radioaktiver Abfall ist gar kein Wunder und trotzdem (annähernd) unsterblich; zehn-, zwanzigtausend Jahre sind ja schon mal nicht schlecht.

Hirnschmelze

Zur Zeit könnte ich all den neoliberalen und anderen gebildeten Idioten den Kopf abreissen, um die Biomasse den Ozeanen zurück zu führen. Eine Milliarde Einheiten dürften da schon zusammen kommen, auch wenn man die mit Zivilisationsgiften kontaminierten in die Sondermüllverbrennung umleitet. Das Ganze wäre ethisch sauber: Idioten sind keine Volksgruppe und schon gar keine Minderheit. Ok, Idioten mit viel Macht vielleicht schon – aber die nehmen es auch nicht immer so genau; die verstehen das. Sonst soll Berlusconi gute Workshops geben, hübscher Busen vorausgesetzt.

Nein, die Welt ist nicht fair, und ich auch nicht – Funktionen haben keine Moral. So wenig wie Hochrisiko-Technologien. Als Mensch bin ich wohl eine.

Statement eines bekennenden, autofahrenden Autohassers

Statement eines bekennenden, autofahrenden Autohassers

In der TCS-Zeitung war heute ein Artikel, der sich mit der Zunahme von «Velorowdies», die Rotlichter missachten und auf dem Trottoir fahren, befasste. Die Aufforderung «…schwingen sie sich als Autofahrer auch gelegentlich aufs Stahross? Erleben sie dann alles anders? Schreiben sie uns…» konnte ich natürlich als autofahrender Autohasser nicht ignorieren. Mein Leserbrief ist weiter unten.

Cover «Totalschaden. Das Autohasserbuch»

Cover «Totalschaden. Das Autohasserbuch»

Kürzlich, in einem Artikel in der WoZ stellte Mracel Hänggi zwei Bücher vor: «Totalschaden. Das Autohasserbuch» von Klaus Gietinger (Westend Verlag. Frankfurt am Main 2010) und «Virus Auto. Die Geschichte einer Zerstörung» von Hermann Knoflacher (Ueberreuter, Wien 2009). Im Artikel sagt er: «Nun, ich habe Kinder, bin Fussgänger und Radfahrer – wie käme ich dazu, Autos nicht zu hassen?» Heute so etwas zu sagen, ist ja fast politisch unkorrekt.

Glücklicherweise durfte ich schon vor längerem begreifen, dass alles immer multifaktoriell begründet ist. Aller Anfang macht die urmännliche Faszination, zu pilotieren, über etwas die Kontrolle und Macht zu haben, zu dirigieren. Im eigenen Territorium sitzend herum zu steuern macht in der Konsequenz unseres biologischen Erbes im Stammhirn jeden, der im Wege steht, zum Eindringling. Bei Motorrad- und Velofahrern oder Fussgängerrowdies kommen natürlich auch andere Faktoren zum Zuge (z.B. Adrenalin durch Geschwindigkeit oder anderes, das einem das Gefühl gibt, am Leben zu sein), doch der Endeffekt – dass mann (und immer mehr auch frau) in einem Kanal Konfrontation sucht, um innere Spannung abzubauen, die nichts mit der provozierten Situation zu tun haben – bleibt der selbe. Die heutige Verkehrsdichte eröffnet dieser Form von Psychohygiene das Paradies. Die erhöhten Spannungen, unter denen immer mehr Menschen stehen, machen den Strassenverkehr zu einem Reizthema.

Brennendes Auto

Heisse Emotionen ums Auto

Dieser Bickwinkel macht auch verständlich, weshalb man sich entschuldigen muss, wenn man was gegen Autos hat: Es ist das eigene Territorium, das es zu schützen gilt. Gesehen im Lichte Neuronaler Schaltkreise nach Leary erstaunt es nicht, dass eher jüngere Menschen dieser Dynamik im eigentlichen Sinn zum Opfer fallen. Älteren Menschen mit entwickelterem Ratio beschränken sich eher darauf, mit ihrem mobilen Territorialanspruch zu protzen.

In Momenten, die mich mit derartigen Dynamiken konfrontieren, werde ich tatsächlich zum Autohasser, obwohl Autos nichts dafür können (übertroffen einzig von den unglaublich stinkenden Zweitaktern mit dem Rasenmäherklang). In meinem Stammhirn sind sie dann Platzhalter für machohafte Dämlichkeit, ob Babybomber oder Asphalt-Bullies. Weitere Momente, in denen ich meine verkehrspsychologischen Spannungen irrational kanalisiere, im Leserbrief:

«Ich bin innerstädtischer Velo- und ausserstädtischer Autofahrer. Als Velofahrer in Basel-Stadt habe ich keine Probleme, Bus, Tram und suchenden, usserkantonalen Autos den Vortritt zu lassen. Wenn allerdings mein Arbeitsweg doppelt so lange dauert, weil alles mit mehrheitlich Autos mit nur einer Person aus Basel-Stadt verstopft ist, fehlen mir die Nerven, beim rechts Abbiegen auch noch Ewigkeiten vor der Ampel zu warten, nicht paralell zum Tram über die Kreuzung zu fahren oder den Zebrastreifen zu benutzen. Für mich gilt jedoch generell: Der Schwächere verdient Rücksicht, ob ich im Auto oder auf dem Velo sitze.

Monstertruck

Mein Wunschvelo – manchmal...

Ein wirklicher Velorowdy gefährdet sich selbst und ärgert Andere, richtig. Die übliche Unsitte von Autofahrern, z.B. Richtungs- und Spurwechsel nicht oder zu spät anzuzeigen, oder – trotz genügend breiter Spur – weit rechts darin im Stau zu stehen, empfinde ich als zügiger Velofahrer allerdings auch als Rowdytum, weil ich für meine eigene Sicherheit auf korrektes Verhalten angewiesen bin. Wer ist nun der Rowdy: Der Dominierende oder der, der sich nicht dominieren lässt?

Für ein entspanntes Miteinander ist heute die Verkehrsdichte schlicht zu hoch. Wenn eine Stadt zu klein wird, dass alle Autos darin vernünftig Platz finden, ohne der anderen und die eigene Lebensqualität zu beeinträchtigen, ist die Beschränkung der Autos die einzig systemisch sinnvolle Lösung – sie haben den geringsten Platznutzungs-Koeffizienten. Dies erst recht, wenn kein Ende der Zuname an Autos absehbar ist.»

Autoberg auf einem Schrottplatz

Wo die meisten Autos hin sollten...

Würden Kühlschränke und Kochherde jährlich so viele Todesopfer fordern wie der Autoverkehr – sie wären längst mit Alternativen ersetzt. Würden Recycling-Container die Luft verpesten wie Verbrennungs­motoren – sie wären längst verboten. Aber welcher Politiker begeht schon ideologisch mitivierten Selbstmord? Müssten wir wegen Tauben unsere Outdoor-Aktivitäten im Hochsommer einschränken und Kinder und Senioren empfohlenerweise über Mittag einsperren – sie wären längst ausgerottet. Nur das Auto, das darf das. Papis und Mamis lieben ihre Karren scheinbar mehr wie ihre Kinder und ihre Eltern – anders kann ich mir das nicht erklären.

Zu guter Letzt muss ich gestehen, wie ich es geniesse, mit einem alten Land Rover oder Land Cruiser durch die Gegend zu gondeln. Erst recht mit einem Wohnmobil – es ist das ultimative, mobile Territorium. Und bei einem Gig, bei dem man die ganze Frontline mitbringen muss, möchte ich ungern auf ein Auto verzichten. Allerdings benutze ich das beste Auto der Welt, wenn ich nirgends eines ausleihen kann.

Josef Heller: Ein Nachruf

Josef Heller: Ein Nachruf
Josef Heller

Josef Heller

Am vorletzten Donnerstag bakam ich eine Karte eines früheren Schwarms von mir: Die Geburts­anzeige ihres ersten Kindes. Am Abend erhielt ich die Nach­richt, Dädi sei verstorben.

Ein Kreis schliesst sich.

Dädi war ein einfacher, bescheidener Mann, ein Bastler, „en Chlütteri“, „en Chrampfer“. Kaum etwas ging kaputt, ohne dass er es nicht reparie­ren konnte – ja musste. Für uns, seine Kinder, ist das phantastisch: Seinen Drang, Funktionswei­sen auf den Grund zu ge­hen, zu tüfteln, zu opti­mieren übertrug er quasi verlust­frei auf uns. Und: Selber machen macht mehr Spass und ist billi­ger – so sind wir alle kleine Mechaniker ge­worden. Und Maler, Schreiner, Stro­mer, und weiss der Kuckuck was alles noch – eben Bast­ler, „Chlütteris“.

Ein Kreis schliesst sich.

Aber das Ganze würde nicht gehen ohne eine entscheidende Eigenschaft: Der Wille, zu verste­hen, das ewige Bedürf­nis, zu lernen. Dädi wurde nie müde, die Welt zu erklären. Mit uns in Kies­gruben Steinbrecher und Bagger zu besteigen, um die ständigen „wie geht das?“ und warum’s geduldig zu ertragen. Mit uns Bäche mit Stau­dämmen zu verzieren, um uns ein Gefühl für Druck zu geben. Baustellen von Autobahn­brücken un­sicher zu ma­chen, wenn er uns Knöpfen die Statik zu erklären versuchte.

Beim zerlegen und vor Allem zusam­mensetzen revidierter Velos und Töfflis stand er immer mit Rat und Tat zur Seite. Es gibt keine Dichtungen mehr für die­sen alten Töfflimotor? Kein Pro­b­lem: Hier, Dichtungspapier und Messer zum aus­schneiden, Stahlkugeln, um die Schraubenlö­cher zu stanzen.

Ein defektes Auto war seine Materie, und wenn es nicht defekt war, gab es im­mer sonst was am Vergaser zu schrauben oder Bremsen zu entlüf­ten.

Für uns ist es zum eigentli­chen Spass im Leben geworden, die Welt zu erforschen  – und Ant­worten einfach nach zu plap­pern zum absoluten Graus. Nicht nur sel­ber „chlüt­tere“ war bei Dädi ständig an­gesagt – auch selber denken. Für mich persönlich sein wertvollstes Geschenk, das er uns machen konnte! Read the rest of this entry

ZDF-Doku: Finanzkriese 2.0 – nichts gelernt?

ZDF-Doku: Finanzkriese 2.0 – nichts gelernt?

Endlich ist es soweit: Die Erkenntnis der Perversion unserer Finanzökonomie hat es in die Mainstream-Medien geschafft! Nachdem die Politik werbewirksam griffige Massnahmen zur Eindämmung der Spekulationsgeschäfte versprach – es dann aber dabei beliess, den Markt mit billigem Geld voll zu pumpen – merken nun langsam auch die Letzten, dass genau dieses billige Geld die neuen Spekulationsblasen schafft.

The gap between rich and poor

The gap between rich and poor

Die Politik gewährt der globalen Hochfinanz eine steuerfreie Wertschöpfung aus einem virtuellen Kapital, das sieben Mal grösser ist wie das des weltweiten, jährlichen Bruttoinlandproduktes, bis das System zwangsweise kollabiert. Im Auftrag der Politik verleihen die Nationalbanken neues Geld quasi gratis und ohne Auflagen den Banken, die es gewinnträchtig in Staaten investieren, die durch den Kollaps bakrott gegangen sind. Somit werden nach den öffentlichen Infrastrukturen ganze Staaten privatisiert.

Zugegeben, der letzte Absatz ist etwas reisserisch – wie anders könnte man etwas auf den Punkt bringen, das nicht mal Fachleute in seiner ganzen Komplexität erfassen. Der Rekord von 140 Milliarden Boni im Jahr 2009 ist ja auch nicht ganz unreisserisch. 🙂

Etwas ausführlicher geht es in dieser ZDF-Dokumentation zur Sache:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1042642/Finanzkrise-20—Die-Dokumentation

Für tiefergehende Lektüre kann ich Artikel zum Thema von blog.4st.ch empfehlen. Auch der Film Let’s make money ist ein guter Konsumtipp. Nach überwundener Wut, Übelkeit und Hoffnungslosigkeit checkt doch mal die Bücher in aller Gründlichkeit, um eure Rendite sauber zu halten.

Profit aus unendlichem Wachstum auf einem endlichen Planeten ist schlicht nicht möglich. Das ist etwa so, wie wir die Schuldenkriese mit neuen Schulden bekämpfen. Und in der Medizin wird tatsächlich noch diskutiert, ab wann man hirntot ist – um Volker Pispers zu zitiern.

Der vermutlich einzige Weg, da wieder raus zu kommen, wird eine Geldentwertung sein. Die, die heute unverschämt viel haben, haben dann immer noch viel, während unsereins gar nichts mehr hat. Bliebe zu hoffen, die Vertreter des staatlichen Gewaltmonopols wählen einmal die gerechte und nicht die profitable Seite…

Put the pedal to the metal now – it could be the last time

Put the pedal to the metal now – it could be the last time

This is a contribution to the Blog Action Day 2009.

It is not science. It is not technology. It is not anything but us. It is the way we think and the way we react on and experience our environment. Up to now there were only a few smaller collectives of people who became witnesses of destructions of their environment. Otherwise we would collectively remember that and its consequences. But we don’t.

If it would be something like “Go and run against a spiky branch!” obviously nobody would follow. Nobody will sniff slurry for having fun I assume. We are programmed to protect us from harm.

Where the shit hits the fan

Where the shit hits the fan

There are dangers where our protection algorithm breaks down: Changes, happening so slowly that we simply adapt to, and therefore overlook the upcoming situation. This is a pure failure in our modern consciousness because – for humanity as such – there was no need to learn this lesson, until now.

Different people react differently on situations like this and the following is no judgment but a kind of analysis. A zero-dimensional mind just sits on a point in the here and now, eats when hungry, sleeps when tired. A one-dimensional mind gets a way: If thirsty, it goes straight to the well. A two-dimensional mind sees the surrounding area and takes a longer way to the well because it may be less exhausting. A three-dimensional mind may be asking about what is up there in heaven and down here in hell, whereas a four-dimensional mind sees how time influences the fire which is trying to burn us.

We all know all of this conditions, more or less, it got nothing to do with our western-style intelligence. If you are sitting in a dock of a bay, you are a zero. If you put a water pot on ball bearing wheels, you are a three – and a four, if you share the water. The question is: What is your motivation?

If the situation brings comfort, you tend to be even a five. If it seems like a lot of work and hassle, you will be a big zero. This is the way Godmother has created us, it is our biological heritage. And it will be our downfall, because Godmother and the tree of evolution never thought of atom bombs, let alone of blowing all the carbon and cesium into the air. They are creators, not destroyers.

Since anyone got a kind of main character, fours tend to be leaders, which get the threes to build guns, which the twos will use, while the ones are singing Hallelujah, and the zeros play cannon fodder. This is true for secular and religious leaders.

Now I do not think we all need a rat-race to become the highest possible number. The New World needs autonomous thinkers and tinkers, who do it with all their hands, brains and hearts. Brains we have enough in the First World, hands we shipped to the Chinese, hearts we loosed some time ago.

My vision is to follow the numbers, put the pedal to the metal and BE, HERE and NOW. I’m sure, anyone likes this! Put the pedal to the metal and MOVE, mentally too, do not stop. Then put the pedal to the metal and LIVE TO SEE, explore. Put the pedal to the metal again and THINK, be an inventor. No stop, put the pedal to the metal once more and DECIDE whether you would like the others to do the same as you do.

If our decisions are not based on IQ, EQ and SQ (intelligence, emotional and soul quotient), we will neither save the climate nor anything other, not even our selves, obviously. But one cannot order people to be like that – you and me have to start! We need political pressure, civil and industrial disobedience, to stand together against our biological heritage of laziness. Every penny we spend is a vote for tomorrows productions. Every action leads to a reaction. You decide!

Do not wait for others, hurry! Time is running out! Good thing is we have the Star Trek and Babylon 5 Seasons – if we do not make it that far, we have at least dreamed about it…

Defective thinking

Defective thinking

(If you do not think that it is that urgent, think again. Think of all the normal, poisoned or radioactive waste in the seas and everywhere, used depleted uranium munitions (google it), other poison everywhere, sick bodies, sick minds, sick souls, climate change, acquisitiveness, craving for power, economic growth, overfishing, extinction of species, you name it. To me it seems like a wonder that it did not got worse. Or maybe it had, but we still do not know… This is hard to face, but we have to. Let me assure you: putting the pedal to the metal is fun! Do it as long as possible.)

Let’s make money: The movie

Let’s make money: The movie
Filmposter

Filmposter

Went to watch this documentary last weekend and been deeply impressed! From an artistic point of view: It’s a piece of art! From a didactic point of view: It’s brilliant! Looking at it’s content: You simply hear the naked truth.

Now you might think this is a film where you’ll walk out and go to jump straight form the next bridge. You’ll not. Perhaps you’ll hesitate to buy your next comemercial ultra-cheap t-shirt in favor to a fair traded one — but I won’t consider that bad. 🙂

Furthermore you might start to see who’s working for your money which’s working for you. And you might ask yourself whether it is right to steal the persons produced overvalue, especially because best profit comes from places with blood on streets.

One could write a big pile of books about this, so I stop here. And it’s much easier for you to go and watch this movie than to read a pile of books! I promise you’ll see things differently afterwards — if you already do you’ll be glad to be part of a new species with open eyes. You’ll have pity on the ones who can’t see that their way had turned out a dead end, as some said since decades and even longer.

Official Homepage (ger)

Let’s make money on Wikipedia, MySpace, Facebook, YouTube, the International Movie Database and a German Homepage.

ATM I haven’t found an official english homepage of the film. I’ll post an update and please let me know if you have a link, thanks.

World bank

World bank: Fasten your seat belts!

The story of stuff

The story of stuff

The story of stuffHave you ever bought a radio for € 7.50? Ever asked yourself how it is possible to pay for the high tech insides, the plastic housing, the disposal of toxic waste from production, the fees, the transport from China, the margins of producer, dealer and seller with out of this low amount?

Did you ever thought about what goes on before and after you buy stuff? In this 20 minute animation you’ll get a firm overview of the whole process: earn resources, production, distribution, selling and disposal of waste. Where does our consumption lead us?

Probably this is nothing new to you — nevertheless it’s fun to watch this piece of art, which shows in a surprisingly clear and funny manner the complex connections, the big picture of what is going on when you buy stuff.

You won’t feel sad after, because Annie don’t point a finger at you saying «You’re a dumb, mean destroyer». You’ll feel like «Wow, why don’t we change that, I want to».

This is great educational stuff! Show and talk about this with you children and everyone who wants to know or wonders. And them who don’t too! They will go 😯 !

Growth and exponential functions

Growth and exponential functions

«The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponential function.»

Watch this dissertation from Dr. Albert A. Bartlett, professor emeritus of physics at the university of Boulder, Colorado (8 parts, each approx. 9 min):

http://www.youtube.com/watch?v=F-QA2rkpBSY

Mankind is growing with approx. 1.6 percent a year. This means, in 780 years we’ll have an one-squaremeter-society: on every squaremeter land is one person living. And in 2500 years mankind will weigh the same as the whole earth (dear Albert is a joker for shure).

Albert A. BertlettOr think of bacteria living in a bottle. It’s eleven o’clock. They double their volume once a minute. What time is it, when they realize that the bottle is half full and they’re getting a place problem? Right, it’s exact 11:59. If they become aware of the fact when the bottle is one eighth full? It’s 11:57. Ok, they start a big search now and can find 3 more bottles by the time when the first is one fourth full, witch gives an amazing amount of space: 16 times the room they use now! Problem solved, you think? Wait until 12:02…

Click above – this is the most important video you’ll ever see! Find out why it seems that most politicians, economists and even scientists are unable to do simple math we all did back in school.

And while you are at it, asking yourselt why we should act today to save our tomorrow, have a quick look at this video (9 min).