Tag Archives: evolution

Die Corona-Lektionen

Die Corona-Lektionen
Die Corona-Lektionen:  Ist ein Virus wirklich gefährlich,  wäre die globale Ökonomie danach bankrott.   bräuchten wir Konzentrationslager für Ignoranten.  hätten nur noch systemrelevante Menschen Einkommen.  regelt der «Freie Markt» erstrecht alles knüppelhart.
Die Corona-Lektionen: Ist ein Virus wirklich gefährlich, wäre die globale Ökonomie danach bankrott. bräuchten wir Konzentrationslager für Ignoranten. hätten nur noch systemrelevante Menschen Einkommen. regelt der «Freie Markt» erstrecht alles knüppelhart.

Wir sollten wirklich überprüfen, ob unsere Gesellschaftsform geeignet ist, wenn sie absehbare Krisen von aussen kaum bewältigen kann – selbst wenn sie in keiner der wiederkehrenden internen steckt.

Aber schön wäre es doch, würden in Städten Wölfe für Sicherheit sorgen. Und ironisch, wenn Menschen fest stellten, dass man WC-Papier nicht essen kann – und es doch tun.

Man stelle sich nur etwas so blödes vor wie eine übliche Vogelgrippe, worauf mäandernde Jetstreams die Ernten in zwei, drei wichtigen Getreidegürteln halbieren. Ein paar Menschen mit Waffen und lauten Stimmen plagen die Staaten mit Guerilla-Aktionen, während jeder glaubt, was ihm grad so vorflimmert. Plötzlich ist jede Gemeinschaft der anderen äusserer Feind, und, Hoppla, das Domino fällt.

Unwahrscheinlich? Dann schauen wir doch mal in ein Geschichtsbuch, was und wo genau die Hoppla-Parameter sind… *blätter* … [etwas später, in der Pause] … oh, Hoppla, das Selbe steht ja auch in der Zeitung.

Richard David Precht: Adieu Fakten? (DAI Heidelberg)

Richard David Precht: Adieu Fakten? (DAI Heidelberg)
Meinung und Bildung in der postfaktischen Gesellschaft

Meinung und Bildung in der postfaktischen Gesellschaft

Antworten zu den wichtigsten Fragen zu einer Gesellschaft von morgen. Beeindruckend finde ich die klare, kompetente Darstellung von Komplexitäten, ohne sie mit unnötigem Ballast zu durchtränken. Der Gute hat seine Sachen wirklich gut durchdacht. Immerhin 1009 Likes in drei Jahren für ein e=mc2 der Kulturevolution: Besser kann man die Sachverhalte nicht mehr kommunizieren. Höchstens anders.

Beschrieb von YouTube:
Die Bedeutung von Fakten in Politik und Gesellschaft steht auf dem Prüfstand. Gegenüber emotionaler Meinungsbildung sowie Inszenierungen von Ereignissen erscheint das faktische Überprüfen auf dem Rückzug. Mindestens der Wahlkampf von Donald Trump ist hierfür ein schillerndes Beispiel.
Richard David Precht hält der Gesellschaft hinsichtlich Wissen und Bildung immer wieder den Spiegel vor. Was hält er von der «postfaktischen Gesellschaft»? Gibt es Chancen für eine Revitalisierung faktischer Argumentation oder wird die «informative Cloud» nur noch postfaktisch gestaltbar? Adieu Fakten?
Moderation und Gespräch: Adrian Gillmann (DAI)

Ein paar transkriptionen aus dem Gespräch

  • «Eine zentrale Aufgabe der Schule müsste sein, Kindern die Fähigkeit zu vermitteln, ihre Sammlung zu bewahren – die Fähigkeit, sich die Neugierde nicht gleich wieder klauen und auf irgend ein totes Gleis, an dessen Ende ein Produkt steht, abgleiten zu lassen.»
  • «In einer Welt, für deren Menschen die ersten 15 Minuten von «Spiel mir das Lied vom Tod» so langweilig sind wie ein Testbild – wie will man für Menschen, die sich diese Reizüberflutung als tägliches Konsumbedürfnis erfüllen, in der Politik noch feine, differenzierte Töne anschlagen? Kein Wunder, dass Politik den gleichen dramaturgischen Mustern folgt, um mit Übersensationistischen Behauptungen die Leute bei der Stange zu halten.»
  • «Könnte man nicht die Grenze zwischen Schule und Leben aufheben?»
  • «Wer etwas erbauen will, sucht Ziele. Wer etwas verhindern will, sucht Gründe.»

Gedanken zum Frauenstreik-Tag 2019

Gedanken zum Frauenstreik-Tag 2019
Wenn sich die letzten 100 Jahre Frauen statt hormongesteuert Männer als Fickbuddies, sondern bewusst als Partner quallifizierte «Männliche Menschen»™ ausgewählt hätten, wäre ein Frauenstreik heute gar nicht nötig. Kinder gucken alles ab. Auf beiden Seiten.
Wenn sich die letzten 100 Jahre Frauen statt hormongesteuert Männer als Fickbuddies, sondern bewusst als Partner quallifizierte «Männliche Menschen»™ ausgewählt hätten, wäre ein Frauenstreik heute gar nicht nötig. Kinder gucken alles ab. Auf beiden Seiten.

Nun ja, gäll, damit mir jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Ich gehöre ja zu den «Gender-Mainstreamisten» der ersten Stunde, in der alle sich – inklusive der meisten Frauen – ab der krampfhaften Bemühungen belustigten. Diesen Begriff gab es damals allerdings noch nicht, das musste sich alles erst noch finden.

Über die Jahre allerdings verlohr ich nadisna etwas mein Mitgefühl mit den Armen, deren Typen nicht mit ihnen reden. Unter anderem. Vielem. Aber was soll man säge, ned waar? Wenn sie sie einfach gerne haben, sollen sie sie doch einfach gerne haben. Solange wir wie Schimpansen Kriege führen, werden wir kaum wie Menschen Partner wählen.

(Dies ist unter «Intellektueller Populismus» eingeordnet. Falls es wen interessiert.)