Generalisierte Quantentheorie / Weak quantum theory

Generalisierte Quantentheorie / Weak quantum theory

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Mein erster Post in deutsch. Soeben fand ich einen neuen Helden: Prof. Dr. Dr. Harald Walach! Er bringt meine Gedanken so schön auf den Punkt, dass ich besser den Mund halte 🙂 .

Hier ein paar Schmankerl, den ganzen Text findet ihr hier auf http://www.psychophysik.com. Viel Inspiration bei dieser spannenden Lektüre! Interessant ist auch die Einleitung dazu.

«Man geht mit theoretischen Konstrukten – „Geister“, „Energien“, „Engel“, „Dämonen“, „previous lives“, „transpersonaler Raum“, „absoluter Geist“ – im transpersonalen Kontext am besten sparsam um. … Damit ist gemeint, dass man den damit gemeinten Sachverhalten eine Art Eigenexistenz zuzubilligen geneigt ist, wenn sie erst einmal genannt ist, …»

«Das heisst aber nun nicht, dass man die Erfahrung deswegen verleugnen muss. Letzteres ist ein Trugschluss, der von der konventionellen Wissenschaft häufig gemacht wird, indem sie Ockhams Rasiermesser radikal anwendet und sich gewissermassen nicht nur rasiert, sondern dem entsprechenden Phänomen gleich den Hals abschneidet und es damit für irrelevant erklärt. Nein, Ockhams Rasiermesser hat ein komplementäres Gegengewicht: Platons Rettungsboot. Dieses von mir so titulierte Prinzip leitet sich aus dem platonischen Wort von der „Rettung der Phänomene“ ab (Walach & Schmidt, 2002). Dieses methodische Prinzip stammt aus der platonisch-astronomischen Schule und meint, eine astronomische Theorie müsste die Himmelsphänomene erklären können und nicht umgekehrt, dass Phänomene einer Theorie untergeordnet werden.»

«Eingangs sagten wir, dass unsere Sprache unsere Welt prägt und unsere Theorie das, was wir sehen, bedingt. Unsere Theorie der Welt ist im wesentlichen kausal. Deshalb denken wir vornehmlich kausal, nehmen hauptsächlich kausal wahr, rekonstruieren die Welt in unseren wissenschaftlichen Theorien kausal, und all das ist auch gut so, denn sonst hätten wir wohl als Spezies nicht überlebt, geschweige denn die Möglichkeit zur Evolution und kulturellen Entwicklung gehabt (Oeser, 1987). Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass möglicherweise parallel oder komplementär zum kausalen Strom der Welt ein korrelativer, nicht-lokaler verläuft, dessen Phänomenologie und Struktur noch weitestgehend unklar ist (Römer, 2002). Er äussert sich in anscheinend erratischen und schlecht im kausalen Weltbild unterzubringenden Phänomenen, zu denen die spirituellen und transpersonalen Erfahrungen zu gehören scheinen.»

«Insofern steckt vermutlich die gleiche Struktur, die wir aus der QM (Quantenmechanik) abgeleitet haben und die massgeblich für den Aufbau der Materie ist, in der ganzen Welt und auch in der Spiritualität. Dies ist der eigentliche Grund, weswegen Spiritualität und Wissenschaft im Grunde keine Kontrahenten sind, sondern gleichfalls komplementäre Zugänge zur Welt. Daraus leitet sich ab, dass es eine Verkürzung wäre, auf eines der beiden zu verzichten. Dies sei den Wissenschaftlern genauso wie den spirituellen Suchern gesagt.»

«Die Transpersonale Psychologie könnte der Ort werden, an dem diese Komplementarität zu einer fruchtbaren Verbindung zwischen beiden Bereichen führt, auf dass die Teilung zwischen Spiritualität und Wissenschaft, die irgendwann gegen 1260 in unserer Kultur einsetzte (Walach, 1994), wieder zu einem neuen Brückenschlag finden kann.»

English:

This is a short compendium of a german article from Prof. Dr. Dr. Harald Walach, my newly found hero 🙂 ! As I find links to translated writings I’ll post them here. If you are a seeker this is a must read!

«Integration of transpersonal psychology into the mainstream has been slow, mostly due to the fact that no acceptable theory is available which could explain transpersonal phenomena without taking refuge to scientifically obsolete or difficult concepts. We propose here to reconstruct transpersonal phenomena analogous to quantum entanglement. While quantum entanglement holds only for quantum systems proper, a weak version of quantum theory recently published by us predicts entanglement for any type of system which fulfils the following two criteria: A local and a global observable have to be complementary. Using this prediction many transpersonal phenomena can be understood as consequences of entanglement within systems. This approach is able to connect transpersonal psychology to accepted scientific concepts without having to explain them reductively.»

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